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Die Wiederentdeckung der Wöhlk‐Probe

Abstract

Die Wöhlk‐Probe ist eine Nachweisreaktion für Lactose und Maltose aus dem Jahre 1904. Sie wurde zunächst klinisch für die Analyse von zuckerhaltigem Urin verwendet. Im Schulunterricht kann sie auf einfache Weise den Lactosegehalt von Milchprodukten zeigen; dies ist insofern interessant, da viele Menschen mit einer Unverträglichkeit auf Milchzucker reagieren. Der genaue Reaktionsmechanismus der Wöhlk‐Reaktion (ähnlich: Umikoff‐Reaktion, Wöhlk‐Malfatti‐Nachweis, Fearon's Test) ist trotz vieler Bemühungen noch unbekannt.

Woehlk's test is a detection reaction for lactose and maltose from 1904. It was first used clinically for the analysis of sugars in urine. In science education the test can show in a simple way the lactose content of dairy products. This is interesting because many people react intolerant to lactose. The exact reaction mechanism of Woehlk reaction (similarly: Umikoff reaction, Woehlk‐Malfatti‐proof, Fearon's test) is still unknown despite many efforts.

Wie kann man im Chemieunterricht den Lactosegehalt von Milchprodukten anschaulich, überzeugend und mit einfachen Mitteln sichtbar machen? Hierzu eignet sich hervorragend die fast in Vergessenheit geratene Wöhlk‐Probe, die im Jahr 1904 von ihrem Entdecker Alfred Wöhlk an der Pharmazeutischen Lehranstalt Kopenhagen beschrieben wurde. Allerdings hüllt sich damals wie heute der lachsrote Farbstoff in ein scheinbar unlösbares Geheimnis, denn er lässt sich nicht mit organischen Lösungsmitteln ausschütteln und konnte bislang noch nicht sicher identifiziert werden.

Autoren:   Klaus Ruppersberg, Julia Hain
Journal:   Chemie in unserer Zeit
Jahrgang:   2016
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ciuz.201600744
Erscheinungsdatum:   13.09.2016
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Lactose
  • Reaktionsmechanismus
  • Dairy
  • Chemieunterricht
  • analysis
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