Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Multivalenz als chemisches Organisations‐ und Wirkprinzip

Abstract

Multivalente Wechselwirkungen können universell zur gezielten Bindungsverstärkung zwischen verschiedenen Grenzflächen oder Molekülen genutzt werden. Die Bindungspartner bilden dabei kooperativ multiple Rezeptor‐Ligand‐Wechselwirkungen, die auf einzelnen schwachen, nichtkovalenten Bindungen basieren und daher prinzipiell reversibel sind. Daher spielen multi‐ und polyvalente Wechselwirkungen in biologischen Systemen eine entscheidende Rolle für Erkennungs‐, Adhäsions‐ und Signalprozesse. Die wissenschaftliche und praktische Etablierung dieses Prinzips wird anhand der Entwicklung von natürlichen Systemen über einfache artifizielle und theoretische Modelle hin zu anwendungsorientierten funktionalen Systemen demonstriert. Anhand eines systematischen Überblicks über Gerüstarchitekturen werden die zugrunde liegenden Wirk‐ und Steuerungsmöglichkeiten aufgezeigt und Designvorschläge für möglichst effektive multivalente Bindungspartner bis hin zu polyvalenten Therapeutika aufgezeigt.

Gemeinsam ist man stärker: Multivalente Strukturen dienen in einer Vielzahl biologischer Systeme dazu, eine starke, aber auch reversible Bindung zwischen zwei Objekten zu erzielen. Die chemische Realisierung dieses natürlichen Prinzips der organisierten Mehrfachbindung ermöglicht es beispielsweise, multivalente Wirkstoffe für die effektive Inhibition der viralen Zelladhäsion zu entwickeln.

<!--Unmatched element: w:blockFixed-->

Autoren:   Carlo Fasting, Christoph A. Schalley, Marcus Weber, Oliver Seitz, Stefan Hecht, Beate Koksch, Jens Dernedde, Christina Graf, Ernst‐Walter Knapp, Rainer Haag
Journal:   Angewandte Chemie
Jahrgang:   2012
Seiten:   n/a
DOI:   10.1002/ange.201201114
Erscheinungsdatum:   05.09.2012
Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Wirkstoffe
  • Therapeutika
  • AICON 3D Systems
Mehr über Angewandte Chemie
  • News

    Fingerabdrücke als Doppelbrechungsmuster

    Responsive Materialien können auf externe Kräfte mit einem Phasenübergang reagieren. Auch Biopolymer-Tensid-Mischungen sind dazu fähig, wie eine Studie von deutschen und chinesischen Wissenschaftlern jetzt gezeigt hat. Die neuen Phasen bleiben dauerhaft bestehen und lassen sich durch optisc ... mehr

    Neuer Weg zu atomar dünnen Materialien

    Als Materialien für Elektroden in Akkus und Superkondensatoren haben sich aufgrund ihrer metallischen Leitfähigkeit und ihrer Wasserverträglichkeit sogenannte MXene etabliert. Darüber hinaus eignen sie sich für Anwendungen wie die photothermische Krebstherapie, elektromagnetische Abschirmun ... mehr

    Verfall riechen

    Die Analyse des Atems findet in der medizinischen Diagnostik zunehmende Verbreitung, und dank einer immer genaueren Analytik können sehr präzise Aussagen über den Gesundheitszustand von Patienten getroffen werden. Was bei Patienten möglich ist, könnte auch bei Kunstobjekten funktionieren. F ... mehr

Mehr über Wiley
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.