Patrick Süskind hat in seinem Roman "Das Parfum - die Geschichte eines Mörders" die Macht der Düfte in Worte gefasst, wie es bis dahin noch niemandem gelungen war. So faszinierend die Vorstellung auch sein mag: Den ultimativen Duft, der Menschen unwiderstehlich attraktiv macht, wird es sicher niemals geben. In der Tierwelt sind Geruchssignale dagegen ein essentieller Bestandteil der sozialen Kommunikation. Doch wie komplex und funktional differenziert der Geruchssinn bei Säugetieren ist, beginnen wir gerade erst zu verstehen. Professor Marc Spehr leitet seit 2009 die Abteilung Chemosensorik an der RWTH Aachen, wo er die neuronalen Mechanismen der olfaktorischen Wahrnehmung und Signalverarbeitung am Mausmodell erforscht. In seinen Experimenten versuchen er und sein Team zu entschlüsseln, wie Substanzen für die soziale Interaktion wahrgenommen werden und wie daraus ein bestimmtes Verhalten generiert wird mehr