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Allanit



Allanit
Chemismus (CaSEE)(Al2FeII)(Si3O11)O(OH)
Mineralklasse
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse 2/m
Farbe schwarz, hell- bis dunkelbraun, oft mit rostigem Überzug
Strichfarbe grau
Mohshärte 5 bis 7
Dichte (g/cm³) 3,4 bis 4,2
Glanz Fett- bis Glasglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch muschelig uneben
Spaltbarkeit undeutlich nach {001}, {100}, {110}
Habitus kurzprismatisch, tafelig
Häufige Kristallflächen (100), (001), (101), (110), (20-1)
Zwillingsbildung selten nach {100}
Kristalloptik
Brechzahl nα = 1,690-1,813, nβ = 1,700-1,857, nγ = 1,706-1,891
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
0,013-0,036 ; zweiachsig + oder -
Pleochroismus verschiedene Brauntöne
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 40°-90° (-), 90°-57° (+)
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale Oxyallanit, Ferriallanit, Dissakisit, Dollaseit, Epidot, Klinozoisit
Radioaktivität radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen oft radiale Risse um Allanit

Allanit ist ein seltenerdhaltiges Silikat-Mineral der Epidotgruppe mit der chemischen Zusammensetzung (CaSEE)(Al2FeII)(Si3O11)O(OH). Entsprechend dem vorherrschenden Seltenerdelement unterscheidet man Allanit-(Ce), Allanit-(La) und Allanit-(Y), wobei ersteres am weitaus häufigsten in der Natur auftritt. Benannt wurde das Mineral nach Thomas Allan, einem schottischen Mineralogen (1777-1833). Der veraltete Name Orthit wird heute nicht mehr verwendet.

Die Klammern in der chemischen Formel fassen Elemente auf den unterschiedlichen Plätzen im Kristallgitter zusammen (A-, M-, T-, OH-Platz). Durch Substitution findet man zahlreiche weitere Elemente in Allanit, z.B. Thorium, Mangan, Titan, Magnesium und dreiwertiges Eisen, um nur einige zu nennen [1]. Aufgrund des praktisch immer vorhandenen Thoriumgehalts ist Allanit radioaktiv, optisch isotrop und bildet oft ein radiales System aus Rissen im umgebenden Gestein.

Inhaltsverzeichnis

Varietäten

Es gibt eine ganze Reihe mit Allanit verwandter Minerale. Dissakisit und Dollaseit sind Mg-Varianten, Ferriallanit enthält neben Fe2+ auch Fe3+, Oxyallanit Fe3+ und keine OH-Gruppe.

Vorkommen

Allanit ist ein häufiger akzessorischer Bestandteil in vielen magmatischen Gesteinen, insbesondere in Graniten, Pegmatiten usw. Auch in Metamorphiten, deren Ausgangsgestein entsprechende Anteile an Seltenen Erden enthalten, ist Allanit anzutreffen. Außerdem tritt Allanit als hydrothermale Bildung auf.

Verwendung als Rohstoff

Allanit stellt eine primäre Quelle für die Metalle der Seltenerd-Gruppe dar.


Siehe auch


Literatur

  1. Gieré R. & Sorensen S.S. (2004) Allanite and other REE-rich Epidote-group minerals. In: Liebscher A. and Franz G. (eds.): Epidotes. In: Reviews in Mineralogy & Geochemistry. 56, 431-493.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Allanit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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