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Antimon(III)-fluorid



Strukturformel
Allgemeines
Name Antimon(III)-fluorid
Andere Namen

Antimontrifluorid

Summenformel SbF3
CAS-Nummer 7783-56-4
Kurzbeschreibung farblose Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse 178,76 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 4,379 g/cm3 (20,9 °C)[1]
Schmelzpunkt 292 °C[1]
Siedepunkt 319 °C[1]
Löslichkeit

löslich in Wasser (3,85 g/l, 0 °C[1])

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
[2]
R- und S-Sätze R: 20/22-51/53[2]
S: (2-)61[2]
MAK

aufgehoben, da cancerogen[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Antimon(III)-fluorid ist ein Fluorid des Antimons. Es liegt bei Raumtemperatur als farblose bis leicht gräuliche Kristalle mit stechendem Geruch vor.

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Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Antimontrifluorid lässt sich durch Reaktion von wasserfreiem Fluorwasserstoff mit Antimontrioxid herstellen. Hierbei entsteht Antimon(III)-fluorid und Wasser.

Sb_2O_3 + 6 HF \to SbF_3 + 3 H_2O

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Antimon(III)-fluorid autodissoziert zu Antimondifluorid- und Antimontetrafluridionen.

2 SbF_3 \; {\overleftarrow{\rightarrow}} SbF_2^+ + SbF_4^-

Dadurch leitet geschmolzenes Antimontrifluorid auch elektrischen Strom. Die Antimodifluoridionen werden von Antimon(III)-fluorid-Molekülen stabilisiert.

Chemische Eigenschaften

Antimon(III)-fluorid ist eine starke Lewis-Säure aber eine verhältnismäßig schwache Lewis-Base. Mit Donorfluoriden bildet es Fluorokomplexe.

Verwendung

Antimon(III)-fluorid wird als mäßig aktives Fluorierungsmittel, bevorzugt für niedrig schmelzende Fluoride, verwendet. Diese lassen sich anschließend vom überschüssigen Antimon(III)-fluorid abdestillieren. Außerdem dient es als Beizmittel zum Färben und wird bei der Herstellung von Keramik verwendet.

Sicherheitshinweise

Antimon(III)-fluorid ist für den Menschen giftig. Einatmen von Antimon(III)-fluorid kann zu chemischer Lungenentzündung und Lungenödem führen. Berührungen können zu stärken Schädigungen der Haut, der Gewebe der Schleimhäute sowie der Atemwege und der Augen führen.

Der LD50-Wert (Maus, oral) beträgt 804 mg/kg.

Literatur

  • A.F. Holleman, E. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1995. ISBN 3-11-012641-9.
  • G.H. Aylward, T.J.V. Findlay: Datensammlung Chemie in SI-Einheiten. 3. Auflage. Wiley-VCH, 1999, ISBN 3-527-29468-6.
  • Autorenteam: RÖMPP CD 2006. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New York 2006. ISBN 3-131-43321-3.

Einzelnachweise

  1. a b c d e Eintrag zu Antimon(III)-fluorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 14.9.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. a b c Nicht explizit in RL 67/548/EWG, Anh. I gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Antimonverbindungen, mit Ausnahme von Diantimontetraoxid (Sb2O4), Diantimonpentoxid (Sb2O5), Diantimontrisulfid (Sb2S3), Diantimonpentasulfid (Sb2S5) sowie der Antimonverbindungen, die in diesem Anhang gesondert aufgeführt sind“
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Antimon(III)-fluorid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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