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Blue-Bottle-Experiment



Unter dem Blue-Bottle-Experiment versteht man eines der klassischen Show-Experimente in der Chemie. In einem geschlossenen Gefäß befindet sich eine farblose Flüssigkeit und etwas Luft. Schüttelt man das Gefäß, so färbt sich die Flüssigkeit blau; die Farbe verschwindet aber wieder. Je länger man schüttelt, desto länger bleibt die Färbung erhalten.

Chemisch gesehen ist dieser Versuch auch als Modellversuch für eine Redoxsystem verwandt mit NAD+/NADH2 möglich. Außerdem ist die Schüttelzeit proportional zur Färbungszeit (Reaktion 1. Ordnung).

Versuchsdurchführung

Man benötigt:

  1. Rundkolben mit Schliff und Stopfen (500 ml)
  2. Methylenblau
  3. Destilliertes Wasser
  4. Natriumhydroxid-Plätzchen
  5. Glucose

Zuerst stellt man sich 50 ml einer durchscheinenden Methylenblau-Lösung her, es werden 0,1 g auf 50 ml dest. Wasser aufgelöst. Dabei ist darauf zu achten, dass die Konzentration nicht zu hoch ist, da sonst die Reaktion sehr lange zur Regeneration benötigt.

Nun gibt man 400 ml dest. Wasser in einen Rundkolben und löst darin 5 g NaOH-Plätzchen auf. (Vorsicht: Erwärmung!)

Anschließend gibt man 40 g Glucose und von der vorhin hergestellten Methylenlösung 5 ml hinzu.

Nach kurzer Zeit verschwindet die Farbe des Methylenblaus, denn dieses ist durch Reduktion in seine Leuko-Form übergegangen. Als Reduktionsmittel fungiert dabei die Glucose, welche zur Gluconsäure oxidiert wird.

Wenn man nun den Rundkolben schüttelt, wird das Leuko-Methylenblau durch den Luftsauerstoff wieder zu Methylenblau oxidiert und die Lösung färbt sich wieder blau.

Nach kurzem Stehenlassen tritt wieder Entfärbung ein. Durch erneutes Schütteln kann dieser Vorgang mehrfach wiederholt werden.

Strukturformeln


Weblinks:

  • ausführliche Versuchsanleitung mit verschiedenen Videos
  • Versuchsanleitung
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Blue-Bottle-Experiment aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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