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Bruchdehnung



Die Bruchdehnung ist ein Materialkennwert, der die bleibende Verlängerung des Bruches, bezogen auf die Anfangsmesslänge, angibt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Bruchdehnung ist bei der Werkstoffprüfung eine von vielen Kenngrößen und charakterisiert die Verformungsfähigkeit eines Werkstoffes. Sie ist die auf die Anfangsmesslänge L0 einer Probe im Zugversuch bezogene bleibende Längenänderung ΔL nach erfolgtem Bruch.


A=\frac{\Delta L}{L_0}\cdot100\%=\frac{L_u - L_0}{L_0}\cdot100\%


Lu = Länge nach dem Bruch

Die Anfangsmesslänge L0 wird vor dem Zugversuch durch Messmarken auf der Zugprobe festgelegt.

Infolge der örtlich begrenzten Einschnürung ist die Bruchdehnung A abhängig von der Anfangsmesslänge L0. Um vergleichbare Werte für die Bruchdehnung zu erhalten, werden für Zugversuche Proportionalstäbe verwendet, d.h. Proben, bei denen die Anfangsmesslänge L0 zum Ausgangsquerschnitt S0 in festem Verhältnis steht.


Proportionalstab: L_0 = 5,65\cdot\sqrt{S_0}



Proben mit rundem Probenquerschnitt: L_0 = 5\cdot d_0


Hinweis:

Bei Rundproben wird die Bruchdehnung meist mit A5 oder A10 angegeben. Der Index bezieht sich auf das Verhältnis des Anfangsdurchmessers d0 zu der Anfangsmesslänge L0:

A5 bei kurzem Proportionalstab, es gilt L_0 = 5\cdot d_0

A10 bei langem Proportionalstab, es gilt L_0 = 10\cdot d_0

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bruchdehnung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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