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Caledonit



Caledonit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus Cu2Pb5(SO4)3(CO3)(OH)6
Mineralklasse Wasserfreie Sulfate mit fremden Anionen
VI/B.09-10 (nach Strunz)
32.3.2.1 (nach Dana)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse rhombisch-pyramidal \ m m 2
Farbe blau bis blaugrün
Strichfarbe hellgrün
Mohshärte 2,5 bis 3
Dichte (g/cm³) 5,7 bis 6,4
Glanz Glasglanz, Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben
Spaltbarkeit vollkommen nach [001], deutlich nach [100]
Habitus prismatische Kristalle, radialstrahlige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α=1,818 β=1,866 γ=1,909
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,091 ; zweiachsig negativ
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 85°
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus
Besondere Kennzeichen

Caledonit ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Sulfate mit fremden Anionen. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Cu2Pb5(SO4)3(CO3)(OH)6 und entwickelt meist prismatische Kristalle, aber auch radialstrahlige Aggregate in grüner bis blaugrüner Farbe.

Inhaltsverzeichnis

Besondere Eigenschaften

Caledonit ist in Salpetersäure schäumend löslich. Dabei bildet es einen weißen Bleisulfatniederschlag.

Etymologie und Geschichte

Der Name Caledonit ist der lateinisch-keltischen Bezeichnung für Schottland (Caledonia) entlehnt, wo es 1832 erstmals gefunden und beschrieben wurde.

Bildung und Fundorte

Caledonit bildet sich als typische Sekundärmineral vorwiegend in der Verwitterungszone von Blei- und Kupferlagerstätten.

In der ganzen Welt gibt es viele Vorkommen von Caledonit. Die schönsten und bekannten Stücke stammen aus Tchah-Mille, Anarak und Iran. Man fand es auch in Leadhills, Lanarkshire, Wanlockhead und Dumfries. Außerdem wurde Caledonit in der Mammoth Mine und in den USA gefunden.

In Europa sind in Arenas, Sardinien und in der Grube Glücksrad im Harz Lagerstätten von Caledonit.

Siehe auch

Literatur

  • Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
  • Kleine Enzyklopädie der Mineralien. Könemann Verlag, ISBN 3-8331-1313-8
 
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