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Cochenillerot A



Strukturformel
Allgemeines
Name Cochenillerot A
Andere Namen
  • 7-Hydroxy-8-((4-sulfo- 1-naphthalenyl)azo)- 1,3-naphthalendisulfonsäure
  • Ponceau 4R
  • C.I. 16255
  • C.I. Acid Red 18
  • E 124
Summenformel C20H14N2O10S3
CAS-Nummer 2611-82-7
Eigenschaften
Molare Masse 538,53 g/mol
Aggregatzustand fest
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R: ?
S: ?
LD50

>8000 mg/kg (Ratte, peroral) [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Cochenillerot A ist ein roter, wasserlöslicher, synthetischer Azofarbstoff, ein Surrogat für echte Koschenille, der als Lebensmittelfarbstoff (E 124) Verwendung findet. Er besitzt strukturelle Ähnlichkeit mit Amaranth (E 123).

Cochenillerot hat eine hohe Lichtechtheit und Hitzebeständigkeit, ist stabil gegen Fruchtsäuren, nicht jedoch in alkalischer Umgebung. Sein ADI–Wert beträgt 0-4 mg/kg.

Cochenillerot wird für spanische Chorizo-Wurst, Lachsersatz, Getränke, Brausen, Süßwaren, Fruchtgelees, in Konfitüren und Marmeladen (bis max. 100 mg/kg), in Käseüberzügen und als Farblack für Dragees verwendet. Auch künstliches Blut in Film- und Theaterproduktionen enthält diesen Farbstoff.

Aufgrund der chemischen Struktur (Azofarbstoff) besteht der Verdacht auf Auslösung von Pseudoallergien, besonders bei Personen, die empfindlich auf Aspirin oder Benzoesäure (E 210) reagieren. Es wird vermutet, dass Cochenillerot an der Auslösung von Neurodermitis und Asthma bronchiale beteiligt sein könnte.

Produkte:

  • Trinkjoghurt Erdbeer
  • Schaumwaffeln
  • Chlorhexamed Fluid Mundspüllösung aus der Apotheke
  • Halstabletten
  • Hautdesinfektionsmittel, Nachgefärbt (wird häufig zur Desinfektion vor Operationen verwendet)
  • Cocktailkirschen

Bio-Produkte werden meist statt mit Cochenillerot A mit Aroniasaftkonzentrat gefärbt.

Quellen

  1. Cochenillerot A bei ChemIDplus
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cochenillerot_A aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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