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Crandallit



Crandallit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus CaAl3[(OH)6|PO3(OH)|PO4]
Mineralklasse Posphate, Arsenate und Vanadate - Wasserfreie Phosphate mit fremden Anionen
VII/B.36-010 (nach Strunz)
42.7.3.1 (nach Dana)
Kristallsystem trigonal (pseudokubisch)
Kristallklasse ditrigonal-skalenoedrisch \bar{3} \ 2/m [1]
Farbe weiß, grau, blaßrot, gelb [2]
Strichfarbe weiß [2]
Mohshärte 5 [2]
Dichte (g/cm³) 2,78 bis 2,92 [3]
Glanz Glasglanz bis matt
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch vollkommen
Spaltbarkeit fehlt
Habitus körnige bis massige Aggregate; dünne, faserige Kristalle
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl ω=1,618 ε=1,623 [3]
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,005 [3] ; einachsig positiv [3]
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Crandallit ist ein relativ häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreien Phosphate mit fremden Anionen. Es kristallisiert im trigonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung CaAl3[(OH)6|PO3(OH)|PO4[2] und entwickelt meist körnige bis massige Aggregate, selten aber auch dünne, faserige Kristalle von oftmals mehr als drei Millimetern Größe [2] in weißer, grauer, blaßroter oder gelber Farbe.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Das Crandallit wurde nach dem amerikanischen Ingenieur Milan L. Crandall Jr. benannt. [1]

Varietäten und Modifikationen

Einzige bisher bekannte Varietät ist das Eylettersit, welches Beimengungen an Thorium enthält und unter UV-Licht fluoresziert[4]

Bildung und Fundorte

Crandallit bildet sich in verwitterten phosphat- und aluminiumhaltigen Sedimenten und Sedimentgesteinen sowie in Karbonatiten. Begleitminerale sind Fluorapatit, Hydroxylherderit und Quarz.

Fundorte sind unter anderem New South Wales, South Australia und Tasmanien in Australien; Kärnten, Salzburg und Steiermark in Österreich; Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen in Deutschland; Ural in der Russischen Föderation; sowie Juab County/Utah und Humboldt County/Nevada in den USA. [3]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b Webmineral - Crandallite (engl.)
  2. a b c d e Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
  3. a b c d e MinDat - Crandallite (engl.)
  4. Paul Ramdohr, Hugo Strunz: Lehrbuch der Mineralogie. 16. Auflage. Ferdinand Enke Verlag 1978, ISBN 3-432-82986-8
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Crandallit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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