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Darmstadtium



Eigenschaften
Eigenschaften (soweit bekannt)
Name, Symbol, Ordnungszahl Darmstadtium, Ds, 110
Serie Übergangsmetalle
Gruppe, Periode, Block 10, 7, d
Massenanteil an der Erdhülle 0 % (künstlich erzeugt)
Atomar
Atommasse 281 u
Elektronenkonfiguration [Rn] 5f146d9 7s1
Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 32, 32, 17, 1
Isotope
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Besonders fragliche Werte sind mit (?) gekennzeichnet

Darmstadtium ist ein künstliches chemisches Element, es zählt zu den Transactinoiden. Es wird auch als Eka-Platin bezeichnet.

Darmstadtium wurde erstmals 1994 bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt durch Fusion eines Blei- und eines Nickel-Ions erzeugt. Der künstlich erzeugte Kern des Isotops 269Ds entsteht durch Verschmelzung von 208Pb mit 62Ni unter Aussendung eines Neutrons.

{208 \atop 82}\mathrm{Pb}+{62 \atop 28}\mathrm{Ni}\quad\rightarrow\quad{269 \atop 110}\mathrm{Ds}+{1 \atop 0}\mathrm{n} \;

Mittlerweile konnten sechs verschiedene Isotope von Darmstadtium mit Atommassen zwischen 269 und 281 erzeugt werden. Die Halbwertszeiten variieren von 180 µs (269Ds) bis 1,1 min (281Ds ).

Der zunächst gewählte Name Ununnilium (Symbol Uun) des Elements leitet sich von der lateinischen Bezeichnung seiner Ordnungszahl 110 ab. Am 15. August 2003 wurde der Name Darmstadtium von der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) akzeptiert.

Zu Ehren der Darmstädter Gesellschaft für Schwerionenforschung, die sechs neue Elemente entdeckt und hergestellt hat, wurde am 2. Dezember 2003 Ununnilium offiziell auf Darmstadtium (Ds) getauft. Darmstadt ist damit die einzige deutsche Stadt, nach der ein Element benannt wurde.

Verschiedenes

  Das 2007 eröffnete Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrum wurde nach diesem Element ebenfalls darmstadtium (klein geschrieben) genannt.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Darmstadtium aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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