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Edelgaskonfiguration



Als Edelgaskonfiguration bezeichnet man die Elektronenkonfiguration eines Atoms oder Ions, die hinsichtlich der Außenelektronen einem Edelgas entspricht.

In der ersten Periode des Periodensystems ist dies Helium (He) mit der Konfiguration 1s2. Wasserstoff kann die Edelgaskonfiguration rein formal durch Aufnahme eines Elektrons, also Ionisierung zum negativen Hydrid-Ion (vgl. Metallhydride), oder durch Ausbildung einer Elektronenpaarbindung (kovalente Bindung) erreichen.

Lithium, Beryllium und Bor können durch Elektronenabgabe (Oxidation zu den entsprechend geladenen Kationen) ebenfalls die Elektronenkonfiguration des Heliums (1s2) erreichen.

Die weiteren Elemente der 2. Periode werden meist unter Elektronenaufnahme (Reduktion), also durch Erreichen der Neon-Konfiguration 1s22s22p6, stabilisiert.

Auch allen folgenden Perioden liegt für Ionen und Atome in Verbindungen die Edelgaskonfiguration dann vor, wenn formal in der äußersten Schale 8 Elektronen (s2p6) vorhanden (bzw. zuzuordnen) sind, wodurch sich die Elektronenkonfiguration eines Edelgases ergibt.

Die besondere Stabilität von 8 Außenelektronen (vgl. Elektronenkonfiguration der Edelgase) wird oft im Zusammenhang mit der Oktettregel betrachtet. Sie gilt wie oben gezeigt jedoch nicht für die 1. Periode (2 e-) und auch ab der 3. Periode nicht mehr ausschließlich, da sich hier aufgrund der Nutzung von d-Orbitalen (stabile) Elektronenkonfigurationen mit mehr als 8 Außenelektronen ergeben können.

Siehe auch: Edelgasregel

 
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