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Elektrogravimetrie



Elektrogravimetrie ist ein physikalisches Verfahren zur quantitativen Analyse einer Probe und stellt eine spezielle Anwendung der Elektrolyse dar.

Prinzipien

Bei der Elektrogravimetrie wird, wie bei der Gravimetrie, die Konzentration einer Substanz mit Hilfe des Gewichtes gemessen. Dazu muss die gesuchte Substanz zunächst aus der Lösung gefällt werden. Als Fällungsmittel werden bei der Elektrogravimetrie anstelle eines chemischen Hilfsstoffes, wie bei der Gravimetrie, Elektroden eingesetzt. Das zu bestimmende Metall wird auf der Kathode abgeschieden. Zur Mengenermittlung wird die gut getrocknete Kathode jeweils vor und nach der Elektrolyse genau ausgewogen.

  • Gravimetrie: Ni^{2+} + 2H[DMG] \rightarrow Ni[DMG]_2 + 2H^+

wobei Dimethylglyoxim mit H[DMG] abgekürzt wird

  • Elektrogravimetrie: Ni^{2+} + 2e^- \rightarrow Ni

Um die Anzahl der eingesetzten Elektronen, die Ladungsmenge Q, in Beziehung zur gefällten Stoffmenge zu setzen, wird das Faraday-Gesetz verwendet.

m = {M \cdot Q \over n \cdot F}

wobei:

  • m die Masse des gefällten Stoffes
  • M die Molmasse des gefällten Stoffes
  • Q die Ladungsmenge (Stromstärke mal Zeit)
  • n die Anzahl der pro Formelumsatz übertragenen Elektronen
  • F die Faraday-Konstante = 96.485 As/mol

Versuchsaufbau

 

 
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