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Explosimeter



Explosimeter, auch genannt EX-Messgeräte oder kurz EXmeter, können explosionsfähige Gas-Luftgemische anzeigen. Dadurch ist es möglich, gefährdete Bereiche zu meiden oder diese nur mit Ausrüstung zu betreten, die keine Zündquelle darstellt. Oft werden Explosimeter in Bereichen mitgeführt, in denen die Gefahr besteht, dass durch Betriebsstörungen explosionsfähige Gemische entstehen.

Zur Sicherheit geben die meisten Anzeigegeräte bereits bei 20 bis 50-prozentiger Konzentration eines zündfähigen Gases einen Alarm. Erst bei 100 % nach dieser Skala ist eine Zündung möglich. 100 % entsprechen der unteren Explosionsgrenze (UEG) des Kalibrier-Gases. Die tatsächliche UEG hängt vom gemessenen Gas ab und kann deutlich über dem Kalibrier-Gas liegen.

Technisch bestehen Explosimeter meistens aus einem Wärmeleitfähigkeitsdetektor, der regelmäßig mit einem Gasgemisch kalibriert und überprüft wird. Bei den Feuerwehren ist das Kalibriergas meistens Nonan oder Toluol.

Oft haben die Explosimeter noch eine eingebaute Pumpe, mit der über eine Sonde und einen Schlauch das zu messende Gas in das Gerät gepumpt wird. Das ist vor allem bei Schächten oder Kanälen wichtig.

Eine Verwendung bei verbleitem Benzin führte meistens zur Zerstörung der Wendel im Detektor. Seit kaum mehr verbleites Benzin verwendet wird, ist dieses Problem nicht mehr relevant.

Moderne Einsatzfahrzeuge von Werkfeuerwehren in der Petrochemie sind mit fest eingebauten EXmetern ausgerüstet, um bereits in der Anrückphase zu warnen. So kann der Einsatz unmittelbar abgebrochen werden, um eine Explosion durch das Löschfahrzeug selbst auszuschließen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Explosimeter aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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