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Gustav Robert Kirchhoff



 

Gustav Robert Kirchhoff (* 12. März 1824 in Königsberg (Preußen); † 17. Oktober 1887 in Berlin) war ein deutscher Physiker, der sich insbesondere um die Erforschung der Elektrizität verdient gemacht hat.

Kirchhoff ist bekannt für seine Regeln der elektrischen Stromkreise, die die Abhängigkeit der elektrischen Spannung, elektrischen Stroms und des elektrischen Widerstands angeben und die fundamental für Aufbau und Analyse elektrischer Schaltungen und die Elektrotechnik sind (Kirchhoffsche Regeln).

Kirchhoff hat auch zusammen mit Robert Wilhelm Bunsen das Caesium und das Rubidium entdeckt. Durch ihre Studien wurde es zudem möglich die Fraunhoferlinie zu erklären und somit eine der wesentlichsten Grundlagen für die moderne Astronomie zu legen.

Das kirchhoffsche Strahlungsgesetz besagt: Materie gleich welcher Art sendet bei Erhitzung eine kontinuierliche Strahlung aus, die je nach der Temperatur unsichtbar oder sichtbar ist. Diese Strahlung nennt man Temperatur- oder Wärmestrahlung. An eine ausgedehnte experimentelle Untersuchung dieses Gesetzes war zunächst nicht zu denken, da die Mittel für die Messung hoher Temperaturen und kleiner Strahlungsenergie fehlten. Die weitreichende Bedeutung wurde jedoch sofort erkannt. Das daraus entwickelte Konzept des Schwarzen Körpers führte schließlich zur Quantentheorie (Max Planck, Nobelpreis für Physik 1919).

Kirchhoff beschäftigte sich auch mit der Plattentheorie; dort gibt es den Piola-Kirchhoff-Spannungstensor (en:Piola-Kirchhoff stress tensor), die Kirchhoff-Love-Hypothese und die sogenannten Kirchhoff-Platten.

Nach Gustav Robert Kirchhoff ist das „Kirchhoff-Institut für Physik“ (KIP) der Universität Heidelberg benannt.

Kirchhoff-Institut für Physik

Wikiquote: Gustav Robert Kirchhoff – Zitate


  • Literatur von und über Gustav Robert Kirchhoff im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
 
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