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Hemimorphit



Hemimorphit
Chemismus Zn4[(OH)2|Si2O7]•H2O
Mineralklasse Silikate und Germanate - Gruppensilikate
VIII/C.7-20 (nach Strunz)
56.1.2.1 (nach Dana)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-pyramidal \ 2 m m
Farbe farblos, weiß, gelblich, grünlich, graublau
Strichfarbe weiß
Mohshärte 4,5 bis 5
Dichte (g/cm³) 3,4 bis 3,5
Glanz Glasglanz bis matt
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben
Spaltbarkeit vollkommen
Habitus tafelig Kristalle; traubige, radialstrahlige, körnige, massige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α=1,614 β=1,617 γ=1,636 [1]
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,022 [1] ; zweiachsig positiv
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 46° [1]
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus
Besondere Kennzeichen

Hemimorphit (veraltet auch Kieselzinkerz) ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate und Germanate, sowie der Abteilung der Gruppensilikate (Sorosilikate). Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Zn4[(OH)2|Si2O7]•H2O [2] und entwickelt vorwiegend tafelige Kristalle, aber auch traubige, radialstrahlige, körnige oder massige Aggregate in weißer, gelblicher, grünlicher oder graublauer Farbe. Auch farblose Kristalle sind bekannt.

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Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Das Wort Hemimorphit ist eine Zusammensetzung der griechischen Worte hemi für halb und morphe für Gestalt und wurde nach seiner oft vorzufindenden hemimorphen Kristallform benannt, welches an einem Ende andere Kristallflächen besitzt als am anderen Ende.

Erstmals gefunden und beschrieben wurde es 1853.

Bildung und Fundorte

Hemimorphit bildet sich sekundär in den Oxidationszonen von Zinklagerstätten. Begleitet wird es unter anderem von Cerusit, Sphalerit und Smithsonit.

Fundorte sind unter anderem Santa Eulalia/Chihuahua in Mexiko, Bleiberg in Österreich, Bisbee/Arizona in den USA, sowie Cho-Dien in Vietnam. [1]

Verwendung

Hemimorphit wird bei örtlicher Anhäufung als Zinkerz genutzt.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c d MinDat - Hemimorphite (engl.)
  2. Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hemimorphit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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