Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Hexamethylendiisocyanat



Strukturformel
Allgemeines
Name Hexamethylendiisocyanat
Andere Namen
  • Hexandiisocyanat
  • Diisocyanatohexan
  • 1,6-Hexamethylendiisocyanat
  • HDI
Summenformel C8H12N2O2
CAS-Nummer 822-06-0
Kurzbeschreibung farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit stechendem Geruch
Eigenschaften
Molare Masse 168,20 g/mol
Aggregatzustand flüssig
Dichte 1,05 g/cm³[1]
Schmelzpunkt -67 °C[1]
Siedepunkt 255 °C[1]
Dampfdruck

0,014 mbar bei 20 °C[1]

Löslichkeit

zersetzt sich in Wasser zu Kohlendioxid, Stickstoffoxiden und Cyanwasserstoff

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
[1](Konzentrationsabhängig, unter 2% Xn)
R- und S-Sätze R: 23-36/37/38-42/43[1]
S: (1/2-)26-28-38-45[1]
MAK

0,005 ml/m³, 0,035 mg/m³[1]

LD50

746 – 959 mg/kg oral Ratte[2]

WGK 1[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Hexamethylendiisocyanat (oder genauer Hexamethylen-1,6-diisocyanat) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen Isocyanate. Es ist eine farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit stechendem Geruch.

Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Hexamethylendiisocyanat kann durch Reaktion von Hexamethylendiamin mit Phosgen und anschliessende Reinigung gewonnen werden.

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Die Dämpfe von Hexamethylendiisocyanat sind 5,81 mal schwerer als Luft.

Verwendung

Hexamethylendiisocyanat ist ein wesentlicher Ausgangsstoff für Polyurethan-Kunststoffe. Fast die gesamte Verbrauchsmenge wird in der BRD zu Lackvorprodukten für die Automobil- und Möbelindustrie, wie z.B. HDI-Biuret und HDI-Isocyanurat, weiterverarbeitet[3].

Sicherheitshinweise

Bei starker Erwärmung (Flammpunkt 130 °C) können Hexamethylendiisocyanat-Dämpfe mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden.

Siehe auch

Quellen

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu CAS-Nr. 822-06-0 in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am (JavaScript erforderlich)
  2. Datenblatt des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (englisch)
  3. Bericht über Diisocyanate bei der BGFA
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hexamethylendiisocyanat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.