Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Kaliumchromat



Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Kaliumchromat
Andere Namen

Dikaliumchromat, Chromsaures Kalium

Summenformel K2CrO4
CAS-Nummer 7789-00-6
Kurzbeschreibung zitronengelber, kristalliner Feststoff
Eigenschaften
Molare Masse 194,19 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 2,73 g·cm–3 (18 °C)[1]
Schmelzpunkt 965 °C[1]
Siedepunkt 1000 °C[1]
Löslichkeit

leicht löslich in Wasser: 637 g/l[1], nicht löslich in Ethanol

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 49-46-36/37/38-43-50/53
S: 53-45-60-61
MAK

aufgehoben, da cancerogen[1]

WGK 3[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kaliumchromat ist ein Kaliumsalz der Chromsäure (H2CrO4). Es ist ein nicht brennbarer, zitronengelber, giftiger und umweltgefährlicher Feststoff. Es ist ein starkes Oxidationsmittel und wirkt ätzend auf Haut und Schleimhäute.

Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Durch die Reaktion von Kaliumcarbonat und Kaliumdichromat wird Kaliumchromat hergestellt.

\mathrm{K_2CO_3 + K_2Cr_2O_7 \rightarrow 2 \ K_2CrO_4 + CO_2}

Eigenschaften

Wasserfreies Kaliumchromat bildet zitronengelbe, prismenförmige Kristalle, welche sich oberhalb von 670°C in eine rote hexagonale α-Modifaktion umwandeln.

Bei Berührung mit brennbaren Stoffen ist das Salz feuergefährlich.

 

Verwendung

Kaliumchromat wurde fast vollständig durch das preiswertere Natriumchromat ersetzt und wird nur noch für sehr spezifische Anwendungen, wie beispielsweise in der Fotografie oder als Indikator bei der Titration von Natriumchlorid nach Mohr verwendet (DAB7).

Sicherheitshinweise

Kaliumchromat ist giftig und umweltgefährlich. Es führt zu Reizung und Schädigung von Haut und Schleimhäuten und schädigt Nieren, Blut und Leber. Kaliumchromat wirkt weiterhin mutagen und kanzerogen.

Kaliumchromat verursacht an verletzten Hautstellen schlecht heilende Wunden.

Nachweis

Das Chromat-Anion (CrO42-) lässt sich in wässriger Lösung mit Metallkationen wie Ba2+ Pb2+, Hg22+ als, je nach Kation gelber bis braunroter, Niederschlag ausfällen:

\mathrm{Ba^{2+} + CrO_4^{2-} \rightarrow BaCrO_4 \downarrow}
\mathrm{2 \ Ag^+ + CrO_4^{2-} \rightarrow Ag_2CrO_4 \downarrow}

Es ist dabei zu beachten, dass in sehr sauren Lösungen das Chromat-Dichromat-Gleichgewicht zunehmend zum Dichromat verschoben ist.

Quellen

  1. a b c d e f Eintrag zu Kaliumchromat in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 25.8.2007 (JavaScript erforderlich)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kaliumchromat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.