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Lurgi



Die Lurgi AG ist ein international tätiges Unternehmen des Anlagenbaues mit Sitz in Frankfurt am Main. Der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten liegt auf dem Gebiet des Anlagenbaues zur Erzeugung von petrochemischen Zwischen- und Endprodukten, sowie synthetischen Treibstoffen und Oleochemie. Die Lurgi AG ist seit dem 20. Juli 2007 im Besitz von Air Liquide S.A..

Die Lurgi AG gehörte in den 1990er Jahren zu den international führenden Anlagenbauern mit einer breiten Produktpalette und über 5000 Mitarbeitern. Im Zuge einer Neustrukturierung der Metallgesellschaft AG und Konsolidierung wurde in den folgenden Jahren die Anzahl der Mitarbeiter und der angebotenen Verfahren drastisch reduziert.

Geschäftszahlen

  • 2004: Umsatz: 341 Mio. Euro; Mitarbeiter: 975
  • 2006: Umsatz: 850 Mio. Euro; Mitarbeiter: 1.300 weltweit [1]

Geschichte

1897 wurde die Lurgi AG unter dem damaligen Namen "Metallurgische Gesellschaft" von der Metallgesellschaft AG gegründet. Die ersten Arbeitsgebiete betrafen die Nichteisenmetallurgie, die elektrische Gasentstaubung und die Erzeugung von Schwefelsäure. 1919 wurden die als Telegrammadresse gewählten Mittelbuchstaben LURGI als Firmenname übernommen. 1920 bis 1936 wurde die Kohlenveredelung durch Schwelen, Vergasung und Treibstoffsynthese (Fischer-Tropsch-Synthese) entwickelt. In den 1960er und 1970er Jahren wurden die Bereiche Mineralöltechnik, Petrochemie, Wasserwirtschaft und Umwelttechnik ausgebaut. 1984 wurden die Einzelgesellschaften zur Lurgi GmbH zusammengelegt, die 1987 unter dem gemeinsamen Dach des neu errichteten Lurgihauses zusammenzogen. 1990 wurde die GmbH in eine AG umgewandelt . Seitdem erfolgt eine Konzentration auf das Kerngeschäft. Deswegen wurde 1991 die Faserherstellung (Polymerchemie) auf die übernommene Zimmer AG übertragen, ebenso ging der Bereich Abwasserwirtschaft 1994 an die Bamag GmbH und 2000 wurde der Bereich Kohleverbrennung und Rauchgasreinigung auf die Lentjes GmbH ausgelagert.

2001 wurde das Metallurgiegeschäft an den finnischen Metall- und Technologiekonzern Outokumpu verkauft.

2003/2004 wurden die Bereiche Vergasung, Entstaubungstechnik und DeNOx an die Envirotherm GmbH verkauft

2007: Zum 1. Januar 2007 wurde das operative Geschäft der Zimmer AG (Polymerchemie) durch Gründung der Lurgi Zimmer GmbH in die Lurgi AG integriert.[2] Am 17.04.2007 wurde die Lurgi AG von der GEA Group AG (vormals Metallgesellschaft AG) an den französischen Konzern Air Liquide vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörde verkauft. Der Unternehmenswert wurde mit 200 Mio. Euro angegeben.[3][4] Nach vorliegen der Genehmigung der Kartellbehörden wurde am 20. Juli 2007 der Verkauf an Air Liquide zum Abschluss gebracht.[5]

Einzelnachweise

  1. Air Liquide News
  2. Lurgi heute
  3. Lurgi News
  4. Frankfurter Rundschau vom 18.April 2007
  5. [tt_news=168&tx_ttnews[backPid]=27&cHash=993c2cb033 Lurgi Pressemeldung]
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Lurgi aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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