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Magnesiumcarbonat



Strukturformel
Mg2+
Allgemeines
Name Magnesiumcarbonat
Andere Namen

Magnesit, Magnesia alba, E504

Summenformel MgCO3
CAS-Nummer 546-93-0[1]
Kurzbeschreibung weißes Pulver
Eigenschaften
Molare Masse 84.31 g/mol[1]
Aggregatzustand fest
Dichte 3,04 g·cm–3[1]
Schmelzpunkt 350 °C (Zersetzung)[1]
Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
keine Gefahrensymbole
[1]
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze[1]
S: 24/25[1]
MAK

-

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Magnesiumcarbonat, MgCO3, kommt in der Natur in großen Mengen als Magnesit oder Bitterspat (MgSO4 *H2O) vor mit der Härte 4–4½. Es ist neben Dolomit das wichtigste Magnesium-Mineral.

Es kommt in den Handel als kristallwasserhaltiges 4MgCO3·Mg(OH)2·4-5H2O als Magnesia alba (CAS-Nummer 12125-28-9). Eine wässrige Suspension von 50g/l Wasser reagiert basisch und hat einen pH von etwa 10,5. Es wird in Wärmeisoliermaterialien verwendet und als Füllstoff in Kunststoffen, Papier, Farben und Kautschuk, sowie in der Kosmetik in Pudern und in der Medizin als Antacidum.

Das neutrale Magnesiumcarbonat geht, besonders in der Wärme, in basisches Magnesiumcarbonat über, 2MgCO3·3H2O → MgCO3·Mg(OH)2·2H2O + CO2.

Magnesiumcarbonat ist zusammen mit Calciumcarbonat (Kalk) der Hauptbestandteil der Wasserhärte.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Verwendung als Zusatzstoff von Lebensmitteln

Als Zusatzstoff E 504 ist Magnesiumcarbonat gesundheitlich unbedenklich. Große Mengen können jedoch abführend wirken.

Verwendung beim Gerätturnen und Klettern

Magnesiumcarbonat wird unter der Bezeichnung Magnesia oder Chalk (englisch für Kreide) von Gerätturnern und Kletterern verwendet, um die Griffigkeit der Hände zu erhöhen und den auftretenden Handschweiß zu trocknen. Es ist in gepresster Blockform, als lockeres Pulver und neuerdings auch flüssig in Alkohol gelöst (der Alkohol verdunstet sofort) erhältlich. Im Klettersport wurde es erstmals von John Gill verwendet.

In manchen Klettergebieten ist die Verwendung von Magnesia aus unterschiedlichen Gründen nicht gestattet oder zumindest nicht erwünscht:

  • Umweltschutz (basisches Klima ist schädlich für bestimmte Organismen)
  • Optische Beeinträchtigung der Felsoberfläche (weiße Flecken an den Felsen)
  • Langfristige Veränderung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Felses (Reduzierung der Reibung, chemische Umwandlung der Mineralien)

Magnesit-Feuerfest-Produkte

Vor allem in der Stahl- und Eisenindustrie (Stahlgießpfannen oder Elektroöfen), aber auch in der Zement- oder Glasindustrie (Auskleidung von Drehrohröfen oder Glasschmelzöfen) sind Feuerfestmaterialien aus Magnesit unabdingbar. Der weltweit größte und bedeutendste Hersteller ist die RHI AG, die aus dem Veitsch-Radex-Konzern hervorging. Das Stammwerk mit der dazugehörenden Magnesitlagerstätte befindet sich auf der Millstätter Alpe in Radenthein/Kärnten.

Quellen

  1. a b c d e f g BGIA-Gestis Gefahrstoffdatenbank
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Magnesiumcarbonat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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