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Natriumsulfid



Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Natriumsulfid
Andere Namen

Schwefelnatrium, Dinatriumsulfid

Summenformel Na2S
CAS-Nummer 1313-82-2 (27610-45-3 als Nonahydrat Na2S • 9 H2O)
Kurzbeschreibung farblose Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse 78,05 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,856 g·cm−3 (14 °C)[1]
Schmelzpunkt 1180 °C[1]
Löslichkeit

gut in Wasser (188 g/l bei 20 °C[1])

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 31-34-50
S: (1/2-)26-45-61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriumsulfid, Na2S ist ein Salz des Schwefelwasserstoff H2S, einer sehr schwachen Säure.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Natriumsulfid ist ein im reinen Zustand farbloser kristalliner Feststoff, der nach faulen Eiern riecht und als Nonahydrat Na2S · 9 H2O vorliegt. Bei Berührung mit Säure (auch Kohlendioxid CO2, in der Atemluft) wird der giftige und brennbare Schwefelwasserstoff (Geruch!) freigesetzt. Fein verteiltes, kristallwasserfreies, Natriumsulfid kann sich an der Luft selbst entzünden, es reagiert heftig mit Oxidationsmitteln wie Kaliumpermanganat oder Kaliumdichromat. Es ist gut in Wasser löslich, die Lösung reagiert stark alkalisch und ist sehr ätzend. Bei längerer Lagerung färbt sich die Substanz gelblich.

Herstellung

Schwefelhaltige Substanzen werden durch Glühen von Holzkohlepulver und Soda zu Natriumsulfid reduziert und färben Silberblech schwarz, dies ist der so genannte Hepartest zum Nachweis von Schwefel. Es entsteht auch beim Einleiten von Schwefelwasserstoff in Natronlauge.

Verwendung

Natriumsulfid wird u.a. in der Gerberei als Enthaarungsmittel, im Bergbau zur Erzflotation, in der organischen Chemie als Reduktionsmittel, in der Abwasserbehandlung zur Schwermetallfällung sowie zur Herstellung von Schwefelfarbstoffen verwendet. In der Schwarz/Weiß-Fotografie wird es in der Dunkelkammer zur Schwefeltonung (Sepia-Tonung) eingesetzt.

Quellen

  1. a b c Eintrag zu Natriumsulfid in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 4.9.2007 (JavaScript erforderlich)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Natriumsulfid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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