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Nickelin



Nickelin
Chemismus NiAs
Mineralklasse Sulfide, Sulfosalze - Metall : Schwefel, Selen, Tellur = 1:1
II/C.20-20 (nach Strunz)
2.8.11.1 (nach Dana)
Kristallsystem hexagonal
Kristallklasse dihexagonal-dipyramidal \ 6/m 2/m 2/m
Farbe helles kupferrot, grau bis schwarz anlaufend
Strichfarbe helles schwarzbraun
Mohshärte 5 bis 5,5
Dichte (g/cm³) 7,8
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Bruch muschelig
Spaltbarkeit keine
Habitus gestreifte Kristalle, traubige, dendritische, körnige, massige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Nickelin, veraltet auch als Rotnickelkies, Arsennickel oder Kupfernickelbezeichnet, ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Sulfide und Sulfosalze mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Schwefel,Selen,Tellur = 1 : 1. Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung NiAs und entwickelt entweder gestreifte Kristalle oder häufiger traubige, dendritische, körnige bis massige Aggregate in hell kupferroter Farbe, die nach einiger Zeit an der Luft grau bis schwarz anläuft.

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Inhaltsverzeichnis

Besondere Eigenschaften

Nickelin besteht aus Nickel und Arsen mit einem Nickelgehalt von etwa 43,61 Prozent. Bis zu einem Prozent des Nickel kann durch Eisen und bis zu 2,9 Prozent Arsen kann durch Schwefel] und Antimon (bis über 30 Prozent) diadoch (gleichwertig) ersetzt sein.

Sein Nickelgehalt verrät sich häufig durch die grünliche Färbung seiner Oxidationshaut (Nickelarseniat) im Gegensatz zu den rötlichen Ausblühungen der gewöhnlich mit ihm brechenden Kobalterze. Diese Erzgemenge bilden meist Gänge, seltener Lager und Nester in den azoischen und den älteren Sedimentformationen (besonders im Perm) und werden gleichzeitig auf Kobalt und Nickel verarbeitet.

Etymologie und Geschichte

Der Begriff Kupfernickel stammt aus dem Erzgebirge. Er bezeichnete ursprünglich den wie Kupfererz aussehenden Stoff, aus dem sich aber kein Kupfer gewinnen ließ, als sei er von Berggeistern (Nickeln) behext.

Aufgrund seines Aussehens wurde es früher oft mit Kupfererzen verwechselt. Die Bergleute nannten es daher "Teufelskupfer", da sie daraus mit den damaligen Methoden kein Metall gewinnen konnten.

Bildung und Fundorte

Das Richelsdorfer Gebirge in Hessen, Bieber am westlichen Abhang des Spessart, Saalfeld u. a. O. in Thüringen, Schneeberg etc. in Sachsen, Wolfach im Schwarzwald, das Mansfelder Kupferschiefer-Revier (z.B. Eisleben, Hettstedt, Sangerhausen), Wolfshagen im Harz, Böhmen, Ungarn, die Dauphiné sind die wichtigsten Fundorte in Europa.

Siehe auch

Literatur

  • Martin Okrusch, Siegfried Matthes: Mineralogie. 7. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3
  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
  • Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
 
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