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Nitrilotriessigsäure



Strukturformel
Allgemeines
Name Nitrilotriessigsäure (NTA)
Andere Namen
  • Tris(carboxymethyl)amin
  • N,N-Bis(carboxymethyl)glycin
  • Komplexon I
  • Titriplex I
Summenformel C6H9NO6
CAS-Nummer 139-13-9
Kurzbeschreibung weißer Feststoff
Eigenschaften
Molare Masse 191,139 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 242 °C (Zersetzung) [1]
Siedepunkt
Dampfdruck

< 0,013 hPa (20 °C)

pKs-Wert

3,03 [1]

Löslichkeit

löslich in Wasser 59 g/l (25 °C) [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
[2]
R- und S-Sätze R: 22-36-40 [2]
S: 26-36/37 [2]
LD50

1,1 g/kg (Ratte, oral) [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Nitrilotriessigsäure oder kurz NTA ist ein Komplexbildner. In wässriger Lösung bildet NTA stabile Komplexverbindungen mit Metallionen.

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Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

NTA bildet mit Metallionen wie Ca2+, Cu2+, Ni2+ oder Fe3+ stabile Komplexe.

Verwendung

NTA wird teilweise zur Wasserenthärtung eingesetzt. Die Verwendung als enthärtender Zusatz in Waschmitteln ist trotz der biologischen Abbaubarkeit von NTA in Kläranlagen in den letzten Jahren zurückgegangen, da man das Lösungsvermögen von Schwermetallen als problematisch ansieht. In der analytischen Chemie ist es bekannt als Komplexon I und wird in der Komplexometrie zur Bestimmung von Metallionen benutzt. Im Jahr 1999 wurden in Europa 20.000 Tonnen NTA verbraucht.

Biologische Bedeutung

Es wurde lange Zeit vermutet, dass NTA in Gewässern Schwermetalle aus dem Sediment mobilisieren kann. In der Praxis ist dies nicht der Fall, da NTA in natürlichen Gewässern als stabiler Calcium-Komplex vorliegt. Wie in den Sicherheitshinweisen erkennbar ist (R40), besteht der Verdacht, dass dieser Stoff krebserzeugend wirkt.

Nachweis

NTA kann mit Kupfersulfatlösung und Komplexindikator nachgewiesen werden.

Quellen

  1. a b c d Nitrilotriessigsäure bei ChemIDplus
  2. a b c Eintrag zu Nitrilotriessigsäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 2. Sep. 2007 (JavaScript erforderlich)

Wiki/Weblinks

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Nitrilotriessigsäure aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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