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Polysaccharide



Polysaccharide (auch als Glykane bezeichnet), eine Unterklasse der Kohlenhydrate, sind Vielfachzucker mit vielen Monosaccharideinheiten, wobei eine unbekannte Anzahl Monosaccharideinheiten oder eine statistische Molekülgrößenverteilung vorliegt. Mehrere Monosaccharide (z. B. Glukose oder Fruktose) bilden eine Kette und stellen dann ein Biopolymer dar. Polysaccharide sind zum Beispiel Glycogen, Stärke (Amylose und Amylopektin), Chitin, Callose und Zellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen, Tiere und natürlich auch Menschen eine wichtige Rolle als Speicherstoff und Nahrungsgrundlage. Die Zellulose ist ein wichtiges Strukturelement der Pflanzen und das am häufigsten vorkommende Polysaccharid.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Einige Polysaccharide haben die allgemeine Formel:

-[Cx(H2O)y]n- mit x meist 5 bis 6 und y meist x-1

Die Polysaccharide werden nach Art der Einzelbausteine des Moleküls in Homoglykane (nur eine Art Einfachzucker) und Heteroglykane (zwei oder mehr verschiedene Kettenbausteine) eingeteilt.

Zu den Polysacchariden zählen Schleimstoffe, Stärkearten und Pektine. Schleimstoffe wirken schützend auf entzündete Schleimhäute und somit reizmildernd.

Häufig sind Polysaccharide am Aufbau der äußeren Hülle bestimmter Mikroorganismen beteiligt (Beispiel: Streptococcus pneumoniae). Ihre Zusammensetzung, die innerhalb einer Organismengruppe unterschiedlich sein kann, bestimmt die Oberflächenstruktur und somit den jeweiligen Serotyp.

Polysaccharide können künstlich u. a. mit der Koenigs-Knorr-Methode hergestellt werden.

Siehe auch

 
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