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Positron



Positron

Klassifikation
Elementarteilchen
Fermion
Lepton
Eigenschaften
Ladung

e

Ruhemasse

5,485 799 110(12) · 10−4 u
9,109 381 88(72) · 10−31 kg
1 · me

Ruheenergie

0,510 998 902(21) MeV
8,187 104 14(64) · 10−14 J

magnetisches Moment 928,476 362(37) · 10−26 J T−1
g-Faktor 2,002 319 304 3718(75)
Spin 1/2
mittlere Lebensdauer stabil (im absoluten Vakuum)
Der schwarze Balken in der Mitte ist eine Bleiplatte, in der das Positron einen Teil seines Impulses verliert, weswegen die Krümmung seiner Bahn vorher und nachher unterschiedlich ist. Hieraus kann die Richtung ersehen werden, aus der das Teilchen kam (im Bild rechts oben). Es beschreibt somit eine Linkskurve. Ein Elektron würde im gleichen Magnetfeld eine Rechtskurve beschreiben.]]


Das Positron (Kunstwort, gebildet aus positiv und Elektron) ist ein Elementarteilchen aus der Gruppe der Leptonen, sein Symbol ist e+. Es ist das Antiteilchen des Elektrons, mit dem es bis auf das Vorzeichen der elektrischen Ladung und des magnetischen Moments in allen Eigenschaften übereinstimmt. Treffen ein Positron und ein Elektron aufeinander, so kann eine sog. Paarvernichtung (Annihilation) eintreten. In einem idealen Vakuum, in dem es keine Elektronen gibt, sind Positronen hingegen stabil.

Das Positron wurde 1928 von Paul A. M. Dirac vorhergesagt. Carl David Anderson entdeckte es 1932 experimentell in der kosmischen Strahlung und gab ihm auch seinen Namen[1].

Positronen entstehen beim β+-Zerfall (einer der beiden Arten des Betazerfalls), beim Zerfall positiver Myonen (z. B. aus der Kosmischen Strahlung) oder durch Paarbildung in energiereichen Stoßprozessen (harte Gammastrahlung in Materie, Teilchenbeschleuniger, Kosmische Strahlung).

In der modernen Medizintechnik ist die Positronen-Emissions-Tomographie ein sehr wichtiges Bildgebendes Verfahren das, wie der Name schon sagt, auf dem Nachweis der Positronen basiert.

Literatur

Lisa Randall (2006) Verborgene Universen. Eine Reise in den extradimensionalen Raum.


Quellen

  1. Carl D. Anderson: The positive electron. In: Phys. Rev., 43(6):491–494 doi: 10.1103/PhysRev.43.491. 1933
 
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