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Rotschlamm



Rotschlamm ist ein Abfallprodukt der Aluminiumherstellung nach dem Bayer-Verfahren. Er entsteht bei der Lösung des Aluminiums aus Bauxit mittels Natronlauge und enthält Eisen- und Titanoxide sowie verschiedene Kieselsäureverbindungen. Die charakteristische rote Farbe stammt von Eisen-III-hydroxiden. Je produzierter Tonne Aluminium fallen je nach Qualität des verwendeten Bauxits etwa 1,5 t Rotschlamm an.

Der stark alkalische Schlamm wurde früher ohne weitere Vorkehrungen deponiert bzw. in Flüsse geleitet, was zu erheblichen Umweltbelastungen führte. Heute wird der Schlamm in abgedichteten Deponien eingelagert und die austretende Natronlauge wiederverwertet. Anschließend wird die Deponie mit Sand und Erde abgedeckt und rekultiviert. In jüngerer Zeit wird gereinigter Rotschlamm auch als Füllstoff im Straßenbau verwendet sowie als Ausgangsmaterial für Keramik untersucht.

 
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