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Saccharose



Strukturformel
Kristallsystem monoklin-domatisch
Allgemeines
Name Saccharose
Andere Namen
  • Sucrose
  • 2-β-D-Fructofuranosyl- 1-α-D-Glucopyranosid
  • Kristallzucker
  • Rohrzucker
  • Rübenzucker
  • Haushaltszucker
Summenformel C12H22O11
CAS-Nummer 57-50-1
Kurzbeschreibung farbloser kristalliner Feststoff mit süßem Geschmack
Eigenschaften
Molare Masse 342,30 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,5737 g·cm−3 (30 °C) [1]
Schmelzpunkt Zersetzung: 190–192 °C [1]
Löslichkeit

sehr leicht löslich in Wasser: 1970 g·l−1 [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
keine Gefahrensymbole
 [1]
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze [1]
S: keine S-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Saccharose (ausgesprochen Sackarose, oder Sacharose), auch Sucrose genannt, ist der Haushalts- oder Kristallzucker, der gemeinhin als „der Zucker“ gilt. Sowohl die Zuckerrübe als auch das Zuckerrohr enthalten dieses Disaccharid.

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Inhaltsverzeichnis

Chemische Eigenschaften

Die Saccharose gehört wie andere Zuckerarten zu den Kohlenhydraten. Sie ist ein Disaccharid (Zweifachzucker). Saccharose besteht als Dimer aus je einem Molekül α-D-Glucose und β-D-Fructose. Diese beiden Moleküle sind über eine α,β-1,2-glykosidische Bindung miteinander verbunden, die sich unter Austritt eines Wasser-Moleküls (Kondensationsreaktion) über die OH-Gruppen der anomeren C-Atome miteinander gebildet hat.

Saccharose ist ein nicht reduzierendes Disaccharid. Nicht reduzierende Disaccharide sind über ihre beiden anomeren C-Atome O-glykosidisch miteinander verknüpft, ihre chemische Bezeichnung endet mit -sid. Dies bedeutet, dass im Saccharose-Molekül die beiden Komponenten so miteinander verbunden vorliegen, dass keine Aldehydgruppe unter Ringöffnung (weder vom Glucose- noch vom Fructose-Molekül) gebildet werden kann. Diese nicht reduzierenden Atomgruppierungen nennt man Acetale. Acetale sind im Gegensatz zu Halbacetalen vergleichsweise stabil in basischem und neutralem Milieu. Sie sind nur durch Säurekatalyse zu öffnen, wobei das Disaccharid z. T. in Monosaccharide gespalten wird. Saccharose zeigt aufgrund der in neutralem Milieu unterbleibenden Ringöffnung keine Mutarotation.

Physikalische Eigenschaften

Erhitzung und Verbrennen

Beim Erhitzen von Saccharose auf 185 °C schmilzt sie und bildet unter Zersetzung eine braun werdende Schmelze (Karamell). Wird die Saccharose verbrannt, entstehen Zuckerkohle und ein übelriechendes Gas.

Wasserlöslichkeit

Saccharose ist in Wasser gut löslich. Die Löslichkeit ist, wie bei jedem Feststoff, temperaturabhängig:

Löslichkeit reiner Saccharose
Temperatur in °C g Saccharose / g Wasser
50 2,59
55 2,73
60 2,89
65 3,06
70 3,25
75 3,46
80 3,69
85 3,94
90 4,20
100 4,87 [1]

Gewinnung

Saccharose wird von vielen Pflanzen mittels Photosynthese gebildet, für die Gewinnung des Haushaltszuckers sind vor allem Zuckerrüben und Zuckerrohr von Bedeutung. In kleinerem Maße wird Saccharose auch aus dem Saft des Zuckerahorns gewonnen.

Quellen

  1. a b c d e f g Eintrag zu Saccharose in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 21. Okt. 2007 (JavaScript erforderlich)

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Saccharose aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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