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Schleimsäure



Strukturformel
Allgemeines
Name Schleimsäure
Andere Namen

Mucinsäure, Galactarsäure,
2,3,4,5-Tetrahydroxyadipinsäure

Summenformel C6H10O8
CAS-Nummer 526-99-8
Kurzbeschreibung farblose Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse 210,14
Dichte 0,5
Schmelzpunkt 255 °C (auch Zersetzung bei 255 °C)
Löslichkeit

schwer löslich in kaltem (3,3 g/l (14 ºC)), löslich in siedendem Wasser und in Alkalien, unlöslich in Alkohol und Ether

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze
S: 22-24/25
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Schleimsäure oder auch Mucinsäure oder Galactarsäure genannt, zählt zu den Dicarbonsäuren. Sie zeigt keine optische Aktivität. Schleimsäure ist epimer zur Glucarsäure.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Geschichte

Entdeckt wurde die Schleimsäure 1780 von Carl Wilhelm Scheele bei der Oxidation von Milchzucker durch Salpetersäure. Die Schleimsäure wurde später von Liebig und Pelouze genauer untersucht. Der Ursprung des Namens (lat. Mucus=Schleim) ist ungeklärt.

Gewinnung und Darstellung

Schleimsäure entsteht bei der Oxidation bestimmter Kohlehydrate wie Lactose, Galaktose oder der Galacturonsäure (Botrytissäure).

Zur Darstellung (beispielhaft) werden 25 g Galactose in 300 ml 25 %iger Salpetersäure im Wasserbad auf ca. 50 ml eingedampft. Nach dem Erkalten wird die breiige Masse mit 50 ml Wasser aufgerührt. Nach einer Stunde kann man dann den Überstand absaugen und erhält so ca. 15 g Schleimsäure.

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Chemische Eigenschaften

Trockene Destillation (Pyrolyse) von Schleimsäure ergibt 2-Furancarbonsäure.

Verwendung

Schleimsäure kann in Backpulver und Brausetabletten die Weinsäure ersetzen.

Biologische Bedeutung

Schleimsäure kann in Wein durch den Grauschimmelpilz Botrytis cinerea gebildet werden, wo sie als Calciumsalz einen Calciummucat genannten, weißen Niederschlag bildet.


Literatur

  • Beilstein EIV 3, 1292
  • J. Chem. Educ. 53, 256 (1976)
  • Sax (7.), S. 1792.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Schleimsäure aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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