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Tetramethylsilan



Strukturformel
Allgemeines
Name Tetramethylsilan
Andere Namen

TMS

Summenformel C4H12Si
CAS-Nummer 75-76-3
Eigenschaften
Molare Masse 88,23 g·mol−1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 0,648 kg·l−1
Schmelzpunkt −102 °C (α − TMS))
Siedepunkt 27 °C
Dampfdruck

785 hPa (20 °C)

Löslichkeit

unlöslich in Wasser; löslich in org. Lösungsmitteln

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
R- und S-Sätze R: 12
S: 16-3/7-33-45
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Tetramethylsilan (TMS) ist eine chemische Substanz, die aus einem zentralen Silicium-Atom (Si) und vier daran gebundenen Methylgruppen (-CH3) besteht. TMS ist chemisch weitgehend inert.

Darstellung

Tetramethylsilan lässt sich durch die Grignard-Reaktion aus Siliciumtetrachlorid und Methylmagnesiumchlorid synthetisieren.

Verwendung

TMS wird als Standardsubstanz für die Kalibrierung der chemischen Verschiebung von 1H- und 13C-NMR-Spektren in organischen Lösungsmitteln verwendet. Dem TMS-Signal wird eine chemische Verschiebung von 0 ppm zugeordnet. Es eignet sich für diesen Zweck aus folgenden Gründen besonders gut:

  • TMS liefert in beiden Spektren jeweils ein einziges intensives Signal.
  • Das Signal liegt wegen der geringen Elektronegativität von Silicium bei einer niedrigeren Frequenz als die Signale gewöhnlicher organischer Verbindungen.
  • TMS ist chemisch weitgehend inert und kann deshalb der Probe als interner Standard zugefügt werden.
  • TMS ist leicht flüchtig und kann daher nach der Messung leicht wieder entfernt werden.

Anmerkung: In wässrigen Lösungen, in denen TMS quasi unlöslich ist, werden stattdessen die wasserlöslichen Derivate DSS (2,2-Dimethyl-2-silapentan-5-sulfonsäure, Natriumsalz) oder TSP (3-(Trimethylsilyl)-propionsäure, Natriumsalz) verwendet.

Sicherheitshinweise

Die Dämpfe sind reizend für die Augen und die Atemwege, in höheren Konzentrationen besteht eine narkotische Wirkung.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Tetramethylsilan aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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