Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Verbotener Übergang



Als verbotenen Übergang bezeichnet man eine Emissionslinie, die durch strahlende Abregung eines metastabilen Energieniveaus entsteht. Derartige Energieniveaus senden unter gewöhnlichen Umständen kein Licht aus, sondern werden durch Stöße abgeregt. Sie sind daher nur in stark verdünnten Gasen, wie z.B. dem interstellaren Medium, zu beobachten. Im Beinahe-Vakuum des Weltalls kann sich, bedingt durch die lange Lebensdauer des metastabilen Niveaus und dem Fehlen von Stößen mit anderen Teilchen, eine große Anzahl Atome in einem solchen Zustand sammeln und die verbotene Linie dadurch zum "Normalfall" werden.

Einige der markantesten Emissionslinien von H-II-Gebieten und planetarischen Nebeln sind Verbotene, so etwa die Linie des zweifach ionisierten Sauerstoffs ([O III] 500,7 nm), oder des einfach ionisierten Stickstoffs ([N II] 658,3 nm). Bei der Beschreibung eines Spektrums werden verbotene Linien durch eckige Klammern um das emittierende Atom oder Ion gekennzeichnet.

Siehe auch: Nebulium

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Verbotener_Übergang aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.