Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Batterien für die Elektroautos von morgen

BMBF fördert Verbund aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit 20 Millionen

20.07.2009: Unabdingbare Voraussetzung für die Wirtschaftlichkeit von Elektroautos ist die Entwicklung hochleistungsfähiger Batterien. Damit Deutschland in der Forschung auf dem Gebiet der Elektrochemie wieder internationales Spitzenniveau erreicht, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun einen Verbund aus ausgewählten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im süddeutschen Raum. Das Konsortium, das vom Forschungszentrum Karlsruhe koordiniert wird, erhält 20 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II.

Der „Verbund Süd der Initiative Elektrochemie für Elektromobilität“ setzt sich aus zehn süddeutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen als gleichberechtigte Partner zusammen. Dies sind neben dem Forschungszentrum Karlsruhe und der Universität Karlsruhe, die im KIT fusionieren, die Technische Universität Bergakademie Freiberg, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Technische Universität Darmstadt und die Universität Ulm sowie das IFW Dresden, das Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden- Württemberg in Ulm.

Trotz der Erfolge mit immer besser werdenden Lithium-Batterien reicht die in 100 Kilogramm gespeicherte Energie der besten Batterien bisher nur für etwa 100 Kilometer mit einem Elektrofahrzeug.

Die Forschung an hochleistungsfähigen Energiespeichern sei daher essenziell für unsere künftige Energieversorgung, betont der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums Karlsruhe, Professor Eberhard Umbach. Bei ihm liegt auch die übergeordnete Koordination der Fördermaßnahmen aus dem Konjunkturpaket II, die die Einrichtung zweier Kompetenzzentren im Norden und Süden Deutschlands vorsehen.

Der Verbund wird nun an der Entwicklung neuer Batteriematerialien arbeiten, die aufgrund ihrer verbesserten Eigenschaften Zellen mit erhöhter Energiedichte und Leistungsdichte liefern können. Zuverlässigkeit, Zyklenstabilität und die Möglichkeit zum schnellen Be- und Entladen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Diese Fortschritte sind notwendig, damit künftig auch Elektroautos das Straßenbild bestimmen können. Daneben wird es auch um elektrochemische Querschnittsthemen, beispielsweise um Grenzflächenphänomene und Ladungstransport gehen. Um dies leisten zu können, dienen die Investitionen aus dem Konjunkturpaket II zunächst der Ausstattung der Partner mit modernsten Geräten zur Herstellung und Charakterisierung von Materialien und Zellen.

Neben der Netzwerkbildung für den Kompetenzaufbau ist die gezielte Nachwuchsförderung für die Wachstumsbranche Batterie- und Zellindustrie ein weiteres wichtiges Ziel des Verbundes.

Professor Werner Tillmetz, Vorstand am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm und wissenschaftlicher Sprecher des neuen Verbundes, ist sich sicher, dass die enge Kooperation über Institutionsgrenzen hinaus zum Erfolg führen wird: „Im Verbund führen wir die unterschiedlichsten Aspekte der Grundlagenforschung mit anwendungsorientierten Arbeiten zusammen. Nur so lassen sich die Fortschritte aus der Materialforschung zügig in Produkte umsetzen.“

Merkliste

Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste

Mehr über Uni Ulm
Kontakt
Universität Ulm
Albert-Einstein-Allee 5
89081 Ulm
Deutschland
  • News

    „Hochkarätige“ Messergebnisse dank künstlicher Diamanten: Physiker entwickeln Magnetfeld-Sensor

    Wissenschaftler um die Physikprofessoren Fedor Jelezko (Universität Ulm) und Jörg Wrachtrup (Universität Stuttgart) haben einen „hochkarätigen“ Sensor entwickelt, mit dem sich magnetische und elektrische Felder im Nanobereich besonders genau messen lassen. Dazu nutzen die Forscher atomare D ... mehr

    Transmissionselektronenmikroskopie: Erstmals Informationen zur Elektronenverteilung nachgewiesen

    In den letzten fünf Jahren hat die sogenannte Aberrationskorrektur die hochauflösende Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) revolutioniert. Mit Hilfe dieser neuen Gerätetechnik sind Forscher nun in der Lage, Atompositionen im Pikometerbereich genau zu bestimmen. Jetzt verbuchen Wiss ... mehr

    Start für das Helmholtz-Institut Ulm

    Die Entwicklung effizienter Batteriesysteme für die Energieversorgung und die Mobilität der Zukunft ist Ziel des Helmholtz-Instituts Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU). Die neue Forschungseinrichtung feierte am 17. Januar in Ulm ihren Auftakt. „Das neue Helmholtz-Insti ... mehr

  • Firmen

    Universität Ulm

    Schwerpunkt der Universitären Forschung auf dem Gebiet der Chemie liegt im Bereich der Polymere, Katalysatoren, Oberflächenchemie und Analytik. Durch die Medizin haben wir viele molekularbiologische Aktivitäten, die in Kooperation mit den Ingenieurwissenschaften durchgeführt werden. mehr

  • Universitäten

    Universität Ulm

    Die Universität Ulm ist, chronologisch betrachtet, die neunte in Baden-Württemberg. Überlegungen zu einer Ulmer Universitätsgründung gehen in die 50er Jahre zurück. 1959 formierte sich der Arbeitskreis »Universität Ulm«, der im März 1961 seine Gründungsdenkschrift vorlegte. Aus anfänglicher ... mehr

Mehr über TU Bergakademie Freiberg
Kontakt
Technische Universität Bergakademie Freiberg
Akademiestraße 6
09596 Freiberg
DEUTSCHLAND
Tel.
+49373139-0
Fax
+49373122195
  • News

    TU Bergakademie Freiberg startet mit neuen Studiengängen ins Wintersemester

    Mit neuen Studiengängen im Technologie- und Materialbereich schärft die TU Bergakademie Freiberg zum Wintersemester 2011/12 ihr Profil einer Ressourcenuniversität. „Photovoltaik und Halbleitertechnik, „Energie- und Ressourcenwirtschaft“ und „Computational Materials Sciences“ heißen die drei ... mehr

    Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie gegründet

    Mit der Übergabe eines symbolischen silbernen Schlüssels gründete Bundesforschungsministerin Prof. Annette Schavan am Montag, dem 29.8.2011, in Freiberg zusammen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie. Es wird geme ... mehr

    Sprengen für die Werkstoffforschung

    Ein Forschungslabor für Materialsynthesen unter Tage wurde am 11. Juli im Lehr- und Forschungsbergwerk "Reiche Zeche" der TU Bergakademie Freiberg in Sachsen auf dem Fuchsmühlenweg feierlich eingeweiht. "Wir werden im neuen Schockwellenlabor Versuche zur Synthese und Umwandlung neuer Hochle ... mehr

  • Universitäten

    Technische Universität Bergakademie Freiberg

    Vier Kernfelder — Geo, Material, Energie, Umwelt — geben der ältesten montanwissenschaftlichen Universität der Welt ihr einmaliges und unverwechselbares Profil als Ressourcenuniversität. Auf diesen vier Gebieten arbeiten Wissenschaftler und Studenten aller Fachbereiche engagiert zusammen. M ... mehr

Mehr über Forschungszentrum Karlsruhe
  • News

    Designerkraftstoff aus Stroh

    Das am KIT entwickelte bioliq®-Verfahren erlaubt es, aus biogenen Reststoffen, wie beispielsweise Stroh, hochwertige und motorenfreundliche Designerkraftstoffe für Diesel- und Ottomotoren herzustellen. Für die noch ausstehenden Prozessstufen, die Voraussetzung sind für den Vollbetrieb der A ... mehr

    Forschungszentrum und Universität Karlsruhe werden eine Einheit

    Knappe drei Jahre nach Gewinn der Exzellenzinitiative ist es nun Realität: Die Universität Karlsruhe und das Forschungszentrum Karlsruhe schließen sich am 1. Oktober 2009 aufgrund des Gesetzes zur Errichtung des Karlsruher Instituts für Technologie zu einer Rechtsperson, dem KIT, zusammen. ... mehr

    Wasserstoff aus Mikroalgen

    Das Institut für Chemie/Physikalische Chemie der Universität Potsdam hat vom Projektträger Jülich einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 273.000 Euro für die Forschungsarbeit am Verbundvorhaben "HydroMicPro - Wasserstoff aus Mikroalgen: mit Zell- und Reaktordesign zur wirtschaftlichen Produkt ... mehr

  • Forschungsinstitute

    Forschungszentrum Karlsruhe

    mehr

Mehr über Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kontakt
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Hannoversche Straße 28-30
10115 Berlin
DEUTSCHLAND
Tel.
+4930-18570
Fax
+4930-18575516
Mehr über TU Darmstadt
Kontakt
Technische Universität Darmstadt
Karolinenplatz 5
64289 Darmstadt
DEUTSCHLAND
Tel.
+49615116-0
Fax
+49615116-5489
Mehr über Justus-Liebig-Universität Gießen
Kontakt
Justus-Liebig-Universität Gießen
Ludwigstrasse 23
35390 Gießen
DEUTSCHLAND
Tel.
+49641-99-0
Fax
+49641-99-12259
  • News

    Chemische Stabilität mit der Kraft des Geckos

    Der Gecko macht es vor: Ohne Saugnäpfe, nur mit unzähligen winzigen Härchen an seinen Füßen kann er an spiegelglatten Oberflächen haften. Möglich machen dies die so genannten van-der-Waals-Kräfte, die unter dem Grundsatz „Stoffe ziehen sich immer an“ für das Zusammenhalten von Gasen und and ... mehr

    Das Beamen von Materie: Neue Triebkraft chemischer Reaktionen entdeckt

    Eine neue Triebkraft chemischer Reaktionen haben Chemiker um Prof. Dr. Peter R. Schreiner (Institut für Organische Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen) gemeinsam mit Kollegen von der University of Georgia (Athens, USA) entdeckt: Sie konnten zeigen, dass die sogenannte Tunnelkontroll ... mehr

    Forschern gelingt die Herstellung von "BioPalladium"

    Wissenschaftlern der Universität Aarhus (Dänemark) ist es zusammen mit Mikrobiologen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) gelungen, Palladium-Nanopartikel mit biologischer Unterstützung herzustellen. Palladium ist ein stark nachgefragtes Edelmetall. Es wird unter anderem als Katalysat ... mehr

  • Universitäten

    Justus-Liebig-Universität Gießen

    Die JLU verbindet ein breites Angebot der Rechts-, Wirtschafts-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften mit einer in Deutschland einzigartigen Fächerkonstellation. Agrar-, Umwelt- und Ernährungswissenschaften sowie Veterinärmedizin sind Fächer, die in dieser Kombination nur an sehr wenig ... mehr

Mehr über Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung
Kontakt
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden e. V.
Helmholtzstraße 20
01069 Dresden
DEUTSCHLAND
Tel.
+493514659-0
Fax
+493514659540
Mehr über Uni Karlsruhe
Kontakt
Universität Karlsruhe (TH)
Kaiserstrasse 12
76131 Karlsruhe
DEUTSCHLAND
Tel.
+49721-608-0
Fax
+49721-608-4290
Mehr über MPI für Festkörperforschung
Kontakt
Max-Planck-Institut für Festkörperforschung


DEUTSCHLAND
Mehr über KIT
Kontakt
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
DEUTSCHLAND
Tel.
+49721608-0
Fax
+49721608-4290
  • News

    Arsen- und Selen-belastete Grundwässer

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einer Massenvergiftung: 100 Millionen Menschen weltweit sind von Arsen-verunreinigtem Grundwasser betroffen, besonders in Südostasien. Wasser und Böden verschiedener Regionen sind auch mit Selen belastet. Wissenschaftler des Instituts für Mi ... mehr

    Windeln als Meerwasserfilter

    Für 700 Millionen Menschen weltweit, so die UN, ist Trinkwasser knapp. Abhilfe kann in Küstengebieten die Entsalzung von Meerwasser schaffen. Die gängigen Methoden, vor allem Destillation und Umkehrosmose, benötigen jedoch viel Energie – und sind für die oft armen Regionen zu teuer. Chemike ... mehr

    Forschern gelingt die Herstellung einer neuen Materialklasse

    Mit der Herstellung einer standfesten kristallinen Metaflüssigkeit, einem Pentamode-Metamaterial, gelang dem Forschungsteam um Professor Martin Wegener am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Realisierung einer neuen Materialklasse.  Mit neuartigen Methoden der Nanostrukturierung k ... mehr

  • Forschungsinstitute

    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatliche Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das ... mehr

Mehr über Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
Kontakt
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) Industriestrasse 6
70565 Ulm
DEUTSCHLAND
Tel.
+497117870-0
Fax
+497117870-100
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.