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26.08.2009: Als Querschnitt-Technologie insbesondere in der Energiewirtschaft birgt die Elektrochemie ein erhebliches Potenzial, um in Zukunft zum Beispiel umweltschonend Energie zu gewinnen und umzuwandeln. Um die Forschung auf diesem Gebiet langfristig zu intensivieren, entsteht an der Ruhr-Universität Bochum ein Zentrum für Elektrochemie, gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen. In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung und mit Unterstützung durch ThyssenKrupp Steel setzten sich Bochumer Wissenschaftler mit ihrem Konzept im Landeswettbewerb "Hightech.NRW" durch. In den nächsten drei Jahren erhalten die Projektpartner insgesamt 3,75 Millionen Euro.

Von der Energiewirtschaft bis zur Umweltüberwachung

Die Querschnittwissenschaft Elektrochemie ist Grundlage für Hochtechnologieunternehmen - zum Beispiel in der Energiewirtschaft, in der Herstellung chemischer Grundstoffe und Polymere, in der Oberflächenveredelung, Mikrosystemtechnik, Diagnostik und Umweltüberwachung. Das neue Zentrum an der RUB - CES (Center for Electrochemical Sciences) - schließt eine Lücke in der nordrhein-westfälischen Forschungslandschaft. Als Exzellenzzentrum soll es die elektrochemische Forschung international sichtbar machen und ein Anknüpfungspunkt für Unternehmen sein, die Kooperationspartner suchen. Kern des CES wird ein hochmodern ausgestattetes Labor, das sowohl Forschung und Entwicklung (F&E) ermöglicht als auch dazu dient, Anfragen zur Problemlösung aus der Industrie zu bearbeiten. Mehrere Nachwuchsforschergruppen - eine davon durch ThyssenKrupp Steel gefördert - forschen zu aktuellen elektrochemischen Fragestellungen, beispielsweise Korrosion, Photoelektrokatalyse und Brennstoffzellen. Darüber hinaus beteiligt sich das CES an der Graduiertenausbildung der Fakultät für Chemie und Biochemie und konzipiert Weiterbildungsangebote für Techniker und Wissenschaftler. Leiter des CES ist der Bochumer Chemiker Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann (AG Elektroanalytik und Sensorik).

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