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29.09.2009: Den Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie erhalten in diesem Jahr Professor Dr. Stefan Berger und Professor Dr. Dieter Sicker (beide Universität Leipzig) für ihr Buch „Classics in Spectroscopy“. Der Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Professor Dr. Ulrich Lehner, verlieh den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Rahmen der VCI-Mitgliederversammlung am 25. September 2009 in Wiesbaden. Der Fonds-Literaturpreis würdigt Autoren, die zu einem breiteren Verständnis chemiebezogener Themen beitragen.

In der Laudatio des Präsidenten heißt es: „Mit diesem Buch haben die Autoren ein außergewöhnliches Spektroskopie-Lehrbuch vorgelegt. Es ist einzigartig, weil jedes Stoffbeispiel in historische, geografische, gesellschaftliche oder literarisch-musische Streifzüge eingebunden ist.“ Lehner lobte besonders den didaktischen Ansatz des Buches. Die Studenten lernten anhand bekannter Natur- und Alltagsprodukte, wie man mit Hilfe spektroskopischer Methoden die chemische Struktur der charakteristischen Inhaltsstoffe dieser Produkte aufklärt; zum Beispiel Coffein aus Kaffeebohnen und Schwarzteeblättern oder Theobromin aus Kakaobohnen, den Inhaltsstoff in Schokolade oder anderen Kakaoprodukten.

Professor Dr. Stefan Berger, Jahrgang 1946, Studium der Chemie und Promotion in Tübingen. Er habilitierte sich 1981 in Organischer Chemie an der Universität Marburg. 1997 erhielt Berger einen Ruf auf den Lehrstuhl für Analytische Chemie der Universität Leipzig. In rund 180 Publikationen hat Berger die Ergebnisse seiner Forschung veröffentlicht. Außerdem war er Autor/Co-Autor mehrerer Monografien über NMR-Spektroskopie. Berger ist unter anderem Fachkollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 2005 bis 2008 hatte er den Vorsitz der Fachgruppe „Magnetische Resonanzspektroskopie“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker inne. Seit mehreren Jahren ist er Mitherausgeber der Zeitschrift „Magnetic Resonance in Chemistry“.

Professor Dr. Dieter Sicker, Jahrgang 1954, absolvierte sein Chemiestudium an der Universität Leipzig. Am dortigen Institut für Organische Chemie promovierte er. Mit Forschungsarbeiten über Nitroverbindungen legte er den Grundstein für die Habilitation in Organischer Chemie. 1997 erfolgte die Berufung zum Außerplanmäßigen Professor. Über seine Forschungsergebnisse auf den Gebieten Naturstoff-, Kohlenhydrat- und Heterocyclenchemie berichtete Sicker in 80 Publikationen und zahlreichen Vorträgen. Er meldete hierzu auch rund 17 Patente an.

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