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01.10.2009: (dpa) Der geplante Führungswechsel beim Roboter- und Anlagenbauer Kuka ist nach Verzögerung in trockenen Tüchern. Der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende Till Reuter werde zum ersten Oktober den Platz des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Horst Kayser einnehmen, teilte das Unternehmen mit. Der Investmentbanker Reuter ist ein Vertrauter des Großaktionärs Grenzebach, der knapp 30 Prozent der Kuka-Anteile hält.
Aufsichtsratskreisen zufolge sollte der Wechsel bereits in der vergangenen Woche beschlossen werden, wurde dann aber vertagt. Bei der Ernennung dürfte es sich allerdings nur um eine Zwischenlösung handeln. Die vom Unternehmen in der Mitteilung genannte Vorschrift des Aktiengesetzes begrenzt die Stellvertretung fehlender Vorstandsmitglieder durch Aufsichtsräte auf höchstens ein Jahr. Während dieser Zeit darf Reuter sein Aufsichtsratsmandat nicht ausüben. Zum neuen Vorsitzenden des Gremiums wurde Bernd Minning gewählt.
Der Streit zwischen Großaktionär und Führungsspitze zieht sich schon seit Wochen hin. Anfang September war auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung beschlossen worden, dass Kuka-Vorstandschef Horst Kayser und Finanzchef Matthias Rapp ihre Stühle Ende des Monats räumen werden. Aufsichtsratschef Rolf Bartke sowie drei andere Aufsichtsratsmitglieder legten ihre Mandate bereits zum 18. September nieder. Großaktionär Grenzebach hatte Kayser und Rapp vorgeworfen, neue Geschäftsfelder abseits der schwächelnden Autoindustrie zu langsam zu erschließen.
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