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19.10.2009: Moderne Labordiagnostik ermöglicht die detaillierte Erkennung von Krankheitssymptomen. Die Empfindlichkeit der Messungen hat sich in den letzten Jahren revolutioniert. Damit werden Früherkennung und Vorbeugung von Krankheiten vorangebracht. - Nur eines von vielen Themen der sechsten Jahrestagung der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL).
"Inzwischen gibt es Geräte, die so empfindlich sind, dass wir sogar in der Lage wären, einen Zuckerwürfel im Cospudener See nachzuweisen", sagte Dr. Uta Ceglarek vom Institut für Labormedizin, Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik vom Universitätsklinikum Leipzig zum Abschluss der Tagung. Mit Methoden der Massenspektrometrie, einem physikalischen Analyseverfahren, werden Moleküle auf elektronischem Weg genau gewogen. Bislang kamen zeitaufwändige, teure und oftmals wenig spezifische Tests zum Einsatz, die lediglich nach bestimmten Eigenschaften der Moleküle suchten. Mit der Massenspektrometrie werden die Moleküle selbst gemessen.
"Das Verfahren ist sehr schnell und wir können in einer einzigen Analyse viele Substanzen gleichzeitig aus kleinsten Probenmengen untersuchen", sagte Dr. Uta Ceglarek. Zum Einsatz kommt die Massenspektrometrie zum Beispiel beim Neugeborenenscreening, einer Vorsorgeuntersuchung, die am Universitätsklinikum Leipzig bei jährlich etwa 34.000 Neugeborenen aus Sachsen und Thüringen vorgenommen wird. "Mit nur einem Tropfen Blut können wir auf 14 angeborene behandelbare Erkrankungen testen", betonte die Wissenschaftlerin.
Künftig, glaubt Dr. Uta Ceglarek, werden neue Einblicke in die Entstehung von Erkrankungen möglich sein, um eine bessere Vorhersage von individuellen Krankheitsrisiken zu ermöglichen und neue Therapieansätze zu finden. Bereits in den letzten Jahren hat das Institut für Labormedizin am Universitätsklinikum Leipzig massenspektrometische Methoden für Medikamente, Eiweiße und Hormone entwickelt.
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