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22.12.2009: „Infranova“ heißt die neue Gesellschaft, die von Infraserv
Höchst und der Mainova EnergieDienste GmbH ins Leben gerufen wird, um
eine Bioerdgas-Aufbereitungsanlage im Industriepark Höchst zu errichten. In
der zweiten Jahreshälfte 2011 wird die fünf Millionen Euro teure Anlage
Bioerdgas in das öffentliche Netz einspeisen. Die entsprechenden Verträge, die noch unter dem
Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Behörden stehen,
unterzeichneten am Donnerstag, 17. Dezember, Infraserv-Geschäftsführer Dr.
Roland Mohr sowie Dr. Constantin H. Alsheimer und Joachim Zientek,
Vorstände der Mainova AG, sowie Rainer Nauerz und Alexander Schurz, beide
Geschäftsführer der Mainova EnergieDienste GmbH, ein Verbundunternehmen
der Mainova AG.
Investition in Klimaschutz
„Wir beschäftigen uns schon seit Jahren kontinuierlich mit der Frage, wie wir
das Energieversorgungskonzept für den Industriepark Höchst im Sinne unserer
Kunden durch Effizienzsteigerungen und die Nutzung regenerativer
Energieträger optimieren und auf diese Weise auch zum Klimaschutz beitragen
können“, erläuterte Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr. In diesem
Zusammenhang entstand auch das Konzept für die Biogas-Anlage, in der seit
2007 durch ein von Infraserv Höchst entwickeltes Verfahren erstmals industrielle Klärschlämme zusammen mit organischen Abfällen in Biogas
umgewandelt werden können. Derzeit wird dieses Biogas in zwei
Blockheizkraftwerken verstromt und die dabei anfallende Wärme zur
Energieversorgung des Standortes genutzt, wobei die Anlage mit vier Megawatt
elektrischer Leistung nur einen relativ kleinen Teil des gesamten
Energiebedarfs des Industrieparks Höchst deckt. „Es ist effizienter und auch
ökologisch sinnvoller, dieses Biogas aufzubereiten und in das Erdgasnetz
einzuspeisen“, so Dr. Mohr.
Ab 2011 Bioerdgas für 4.000 Haushalte
Die Planung für den Bau der Anlage ist weitestgehend abgeschlossen, das
Genehmigungsverfahren wird Anfang 2010 eingeleitet. Sobald die zuständigen
Behörden grünes Licht geben, kann mit dem Bau der Anlage begonnen werden,
die im Westteil des Industrieparks Höchst in rund 200 Meter Entfernung von der
bestehenden Biogas-Anlage von Infraserv Höchst errichtet wird.
In dieser Anlage erzeugt Infraserv Höchst aus Klärschlämmen und Co-
Substraten wie Fermentationsrückständen oder anderen organischen Abfällen
pro Tag rund 30.000 Kubikmeter Rohbiogas. Lebensmittel oder
landwirtschaftliche Produkte werden anders als in manchen anderen Biogas-
Anlagen nicht genutzt. Das Rohbiogas besteht zu etwa zwei Dritteln aus
Methan und enthält etwa ein Drittel Begleitstoffe, die weniger heizwertreich sind
und bei der Aufbereitung auf Erdgasqualität entfernt werden.
Bis Mitte 2011 könnte die neue Aufbereitungsanlage in Betrieb gehen und pro
Jahr rund 80.000 Megawattstunden Bioerdgas in das öffentliche
Versorgungsnetz einspeisen - eine Menge, die dem Jahresverbrauch von 4.000
Einfamilienhäusern entspricht.
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