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Schwermetallfreie Katalysatoren für die Wasserstoffgewinnung
RUB-Forscher beteiligt an neuer deutsch-schweizerischer Forschergruppe
12.01.2010: Bochumer Forscher sind an einer neuen internationalen Forschergruppe
beteiligt, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem
Schweizerischen Nationalfonds für zunächst drei Jahre gefördert wird.
Ziel der Gruppe "Neue Ansätze zur Aktivierung von Wasserstoff"
(Forschergruppe 1175) ist es, neue, schwermetallfreie Katalysatoren für
die Aktivierung von Wasserstoff zu erforschen, um sie effizienter zu
machen. Beteiligt sind unter Federführung der Universität Zürich drei
schweizerische und drei deutsche Arbeitsgruppen.
Träges Wasserstoffmolekül aktivieren
Bei der Forschergruppe geht es um die Aktivierung des reaktionsträgen
Wasserstoffmoleküls. Wasserstoff spielt in Chemie und Technik eine
große Rolle, z. B. bei Hydrierprozessen. Allerdings benötigt man bisher
dazu leistungsfähige Katalysatoren auf der Basis von Schwermetallen wie
Nickel, Palladium, Platin etc. In den letzten Jahren wurden neue
Katalysatoren entdeckt, die keine Metalle mehr benötigen. "Sie sind
umweltfreundlich, da metallfrei, aber bislang noch nicht leistungsfähig
genug, um in der Praxis Anwendung zu finden", erklärt Prof. Sander. In
der Forschergruppe werden diese Katalysatoren nun systematisch
untersucht.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Prototypen werden in den Synthesegruppen entwickelt (Prof. Dr. Gerhard
Erker, Münster, und die drei Gruppen in der Schweiz) und in Bochum im
Detail untersucht. Dabei kommen moderne Methoden der
Tieftemperaturspektroskopie zum Einsatz. Diese mechanistischen
Untersuchungen gehen Hand in Hand mit theoretischen Studien (Prof. Dr.
Stefan Grimme, Münster). "Wir versuchen zu verstehen, wie die
Katalysatoren im Detail funktionieren, um dann effizientere neue
Katalysatoren zu entwickeln, die in den Syntheselabors getestet
werden", so Prof. Sander. "So schließt sich der Kreis aus Synthese -
mechanistischen Studien - Theorie - Anwendung."
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