Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

03.02.2010: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Forschergruppe (FOR 1145) zur "Strukturbildung von synthetischen polyphilen Molekülen mit Lipidmembranen" über einen Zeitraum von drei Jahren mit rund 1,6 Millionen Euro. Sprecher der Forschergruppe ist Prof. Dr. Alfred Blume vom Institut für Chemie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Sämtliche Arbeitsgruppen sind an der MLU angesiedelt.

Vier Arbeitsgruppen stammen dabei aus dem Institut für Chemie und eine aus dem Institut für Physik der Naturwissenschaftlichen Fakultät II. Die DFG finanziert neben den Forschungsarbeiten auch Doktoranden- und Post-Doc-Stellen.

Das Thema der Forschergruppe ist ein sehr aktuelles. Es beschäftigt sich mit der Strukturbildung von synthetischen Molekülen, die aufgrund ihrer besonderen, sogenannten polyphilen Eigenschaften zur Strukturbildung und Selbstassoziation befähigt sind, mit Modellmembranen aus Lipiden (wasserunlöslichen Stoffen). In der Forschergruppe sollen neue polyphile Moleküle sowohl im niedermolekularen Bereich als auch auf dem Gebiet der Polymere hergestellt werden. Zwei Teilgruppen sind daher überwiegend auf dem Gebiet der Synthese dieser Moleküle tätig, während in den drei anderen Gruppen hauptsächlich die physikalisch-chemische Charakterisierung der Selbstassoziation und der Wechselwirkung dieser Moleküle mit Modellmembranen verfolgt wird.

"Ziel der Forschergruppe ist es, die Wechselwirkung und die damit verbundene Strukturbildung von neu synthetisierten polyphilen Molekülen per se und mit unterschiedlich hergestellten Phospholipidmembranen zu untersuchen", sagt Prof. Dr. Alfred Blume. "Die Phospholipidmembranen dienen dabei als Modelle für biologische Membranen, die zum Beispiel Zellen gegen die Umgebung abgrenzen. Die polyphilen Moleküle können durch ihre Wechselwirkung mit den Membranen deren Eigenschaften entscheidend modifizieren, das heißt entweder stabilisieren oder auch löchrig machen." Es sei geplant, polyphile Moleküle zu finden, die biologische Relevanz besitzen und die damit potenzielle Anwendungen in der Medizin, Pharmazie, Biologie und den Materialwissenschaften haben. Beispielsweise könnte die Funktionsweise dieser Moleküle für die Suche nach neuen Antibiotika eine Rolle spielen.

Kontakt / Infos anfordern

Fordern Sie gratis weitere Informationen an:

Merkliste

Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste

Mehr über MLU
Kontakt
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)
Universitätsplatz 10
06108 Halle (Saale)
DEUTSCHLAND
Tel.
+493455520
Fax
+493455527077
  • News

    Millionen-Förderung für Polymer-Forschung

    Großer Erfolg für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU): Mit rund sieben Millionen Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in den kommenden vier Jahren ein Projekt zum Thema „Polymere unter Zwangsbedingungen“. Im neuen Sonderforschungsbereich (SFB/Transregio) k ... mehr

    Antimikrobielle Nanofasern schützen altägyptische Papyri

    Antike Textilien, Papyrusschriften und Malereien auf Papyrus befinden sich weltweit in wertvollen Sammlungen in Bibliotheken, Archiven und Museen. Insbesondere stellen sie auch im Ägyptischen Museum in Kairo einen wesentlichen Kulturschatz dar und bilden eine wichtige Quelle für das Wi ... mehr

    Millionen-Förderung für neue Energiespeicher

    Mit 1,5 Millionen Euro und zehn neuen Stellen fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt die Entwicklung von Superkondensatoren an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Superkondensatoren sind neue, flexible Energiespeicher, die Strom zuverlässig un ... mehr

  • Universitäten

    Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU)

    Wer in Halle studiert, ist nicht allein. An dieser Universität sind über 17 500 Studierende eingeschrieben; davon kommen mehr als 10 000 aus Sachsen-Anhalt und rund 4 000 aus den alten Bundesländern. Die Zahl der ausländischen Studierenden erhöhte sich in den letzten Semestern auf fast 1 50 ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.