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05.02.2010: Die ThyssenKrupp Steel Europe AG fördert gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen das Center for Electrochemical Sciences (CES) an der Ruhr-Universität Bochum. Das neu gegründete Zentrum kooperiert darüber hinaus mit dem Max-Planck-Institut für Eisenforschung. Das CES wird sich mit einer Disziplin befassen, die als Grundlage für zahlreiche Hochtechnologie-Anwendungen gilt.

Was die Forscher im hochmodern ausgestatten CES-Labor erarbeiten, kann der Energiewirtschaft und der chemischen Industrie genauso zu Gute kommen wie Anwendern aus der Oberflächenveredelung, Mikrosystemtechnik, Diagnostik oder Umweltüberwachung. Konkret geht es beispielsweise um Korrosion, Fotoelektrokatalyse oder Materialien für Brennstoffzellen. Elektrochemie ist eine echte Querschnittswissenschaft, die dabei helfen kann, umweltschonend Energie zu gewinnen oder Batterien für die Autos der Zukunft zu entwickeln.

Mit diesem Konzept hatten sich die Bochumer Forscher 2009 im Landeswettbewerb Hightech.NRW durchgesetzt. Mit dem Wettbewerb des nordrhein-westfälischen Innovationsministeriums werden branchenübergreifend High-Tech-Projekte gefördert - vorausgesetzt, es handelt sich um international herausragende Spitzenforschung. Dass die Projekte eine Innovationsbrücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlagen, ist ein weiteres wichtiges Förderkriterium.

Im laufenden und in den beiden kommenden Jahren wird das CES insgesamt 3,75 Millionen Euro erhalten. Die Räumlichkeiten für das Zentrallabor will man in Kürze beziehen. Das Auswahlverfahren für die Doktoranden und promovierten Wissenschaftler, aus denen sich die vier Forschungsgruppen des CES zusammensetzen sollen, läuft ebenfalls. Das Zentrum soll der zentrale, international sichtbare Forschungsstandort für Elektrochemie in Nordrhein-Westfalen werden. Darüber hinaus beteiligt sich das CES an der Graduiertenausbildung der Fakultät für Chemie und Biochemie der Ruhr-Universität Bochum und entwickelt Weiterbildungsangebote für Techniker und Wissenschaftler. Leiter des Zentrums ist Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann, Fakultät für Chemie und Biochemie der Ruhr-Universität Bochum.

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