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16.02.2010: ThyssenKrupp erwirtschaftete im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 wieder einen deutlichen Gewinn. Nach drei Verlustquartalen erreichte das Ergebnis vor Steuern (EBT) 313 Mio € - ein Plus von 73 Mio € gegenüber dem Vorjahresquartal in Höhe von 240 Mio €. In den Ergebniszahlen sind positive Sondereffekte in Höhe von 76 Mio € enthalten. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung der Industrial-Services-Bereiche der Business Area Materials Services. Das Bereinigte EBT lag mit 237 Mio € nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 249 Mio €. Gegenüber dem 4. Quartal des letzten Geschäftsjahres war die Ergebnisverbesserung besonders deutlich: Das Ergebnis vor Steuern, das im Vorjahr erheblich von Restrukturierungsaufwand und Impairmentabschreibungen belastet war, verbesserte sich um rund 1,7 Mrd € und das Bereinigte EBT um rund 770 Mio €. Ursächlich für die wirtschaftliche Entwicklung im 1. Quartal waren eine höhere Nachfrage, teilweise bessere Preise, eine höhere Produktivität sowie die Fortsetzung der strikten Kosten- und Investitionskontrolle.

Vorstandsvorsitzender Dr. Ekkehard Schulz: „Die Mehrzahl der Business Areas erwirtschaftete im ersten Quartal einen Gewinn. Das stärkt unsere Zuversicht, dass wir im laufenden Geschäftsjahr - auch bedingt durch die konsequente Umsetzung unserer Kostensenkungs- und Restrukturierungsprogramme - unser Ergebnisziel erreichen werden. Da wir jedoch die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung nach wie vor als fragil ansehen, bleiben wir weiter vorsichtig. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern erwarten wir deshalb unverändert in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Größe.“

Auftragseingang und Umsatz waren im Vergleich zum Vorjahresquartal noch rückläufig. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich allerdings der Auftragseingang mit einem Anstieg um rund 1,8 Mrd € auf 9,3 Mrd € spürbar erholt. Die Netto-Finanzschulden stiegen nur gering um 71 Mio € auf rund 2,1 Mrd €. Gegenüber dem 31. Dezember 2008 gingen die Nettofinanzschulden um 1,4 Mrd € zurück.

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 geht der Konzern von einer Stabilisierung des Umsatzes aus. Für die Ergebnisentwicklung erwartet er eine signifikante Verbesserung hin zu einem wieder positiven Ergebnis, zu dem die eingeleiteten Kostensenkungsprogramme erheblich beitragen werden. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (um Sondereinflüsse korrigiertes EBIT) wird voraussichtlich im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern (um Sondereinflüsse korrigiertes EBT) erwartet ThyssenKrupp in niedriger dreistelliger Millionen-Euro-Höhe. Dabei wird das Bereinigte EBT durch Anlaufverluste in der Business Area Steel Americas im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erheblich belastet werden. Diese Anlaufverluste werden im Wesentlichen im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres erwartet.

Schulz: „Es ist unser Ziel, den Konzern, so schnell es das gesamtwirtschaftliche Umfeld erlaubt, auf seinen profitablen Wachstumskurs zurückzuführen und kontinuierlich mehr Wert zu schaffen. Wir streben dazu mittelfristig einen Umsatz von 50 - 60 Mrd € an. Das entspricht einem Ergebnisziel vor Steuern von über 4 Mrd €. In der Vergangenheit haben wir gezeigt, dass wir diese Größenordnung bei Umsatz und Ergebnis erreichen können.“

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