Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

01.03.2010: Janina Kneipp, Junior-S-Professorin für Optische Spektroskopie/Prozessanalytik am Institut für Chemie der Humboldt-Universität und Arbeitsgruppenleiterin an der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, erhält den Bunsen-Kirchhoff-Preis 2010 für Analytische Spektroskopie. Der Preis wird vom Deutschen Arbeitskreis für Angewandte Spektroskopie für außerordentliche Leistungen jüngerer Wissenschaftler vergeben und ist mit 2500 Euro dotiert.

Gewürdigt wird insbesondere ihre Forschung an empfindlichen Raman-spektroskopischen Methoden zur Untersuchung mikrostrukturierter Materialien und komplexer biologischer Systeme wie lebende Zellen. Hierzu gehört beispielsweise die Entwicklung neuartiger Sensoren und Marker basierend auf der oberflächenverstärkten Raman-Spektroskopie, SERS.

Darüber hinaus konnte Janina Kneipp in ihren Arbeiten zeigen, dass eine weitere Raman-Methode, die Hyper-Raman-Streuung in Kombination von SERS erstmalig als potenzielles Werkzeug für die Analytik einsetzbar ist. Diese Methodenkombination liefert weiterführende Informationen über Struktur und Zusammensetzung komplexer Moleküle, die durch andere spektroskopische Methoden nicht gewonnen werden können.

Janina Kneipp hat Biologie und Physik an der Freien Universität studiert und am Robert-Koch-Institut zur Charakterisierung und Identifizierung von Prionen-Krankheiten durch Infrarotspektroskopische Untersuchungen promoviert. Danach folgten Aufenthalte an der Erasmus Universiteit Rotterdam und am Chemistry Department der Princeton University, wo sie begann, mit der Raman-Spektroskopie zu arbeiten. Als Gastwissenschaftlerin an der Harvard Medical School untersuchte sie komplexe biologische Systeme mit besonders empfindlichen Raman-Methoden. 2005 kehrte sie nach Berlin zurück und nahm eine Stelle als Nachwuchswissenschaftlerin an der BAM in Adlershof an. 2008 wurde sie auf die Junior-S-Professur berufen.

Der Preis wird Janina Kneipp im Rahmen des Bunsen-Kirchhoff-Symposiums am 25. März 2010 auf der Konferenz „Analytica“ in München verliehen.

Kontakt / Infos anfordern

Fordern Sie gratis weitere Informationen an:

Merkliste

Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über BAM
Kontakt
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Unter den Eichen 87
12205 Berlin
DEUTSCHLAND
Tel.
+49308104-0
Fax
+49308112029
  • News

    Ein Kunststoff, der sich erinnern kann

    Auch Kunststoffe können ein Gedächtnis haben. Das zeigt das Beispiel eines neuen thermoplastischen Polyurethans (TPU), das Bayer MaterialScience gemeinsam mit der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin, entwickelt hat. Teile aus solchen Kunststoffen können vorübergehen ... mehr

    Erste Sekunden im Leben eines Bauwerkes

    Ob Massivhaus, ob Tiefbau oder Hochbau, unsere moderne Architektur kommt nicht ohne Beton aus. Wesentlicher Bestandteil von Beton ist Zement, der als Bindemittel die anderen Bestandteile zusammenhält. Um die Eigenschaften von Beton maßgeschneidert einstellen zu können, ist wichtig zu wissen ... mehr

    Dreidimensionale Charakterisierung von Katalysatornanopartikeln

    Katalysatoren sind aus der modernen Technik nicht wegzudenken: Sie spielen eine große Rolle in chemischen Prozessen in der Industrie, bilden die Grundlage für schadstoffarme Autos und werden in Zukunft für die Energieerzeugung in Brennstoffzellen essenziell sein. In einer Zusammenarbeit des ... mehr

  • Behörden

    Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

    Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ist eine wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Die technologische Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland basiert in hohem Maße auf w ... mehr

Mehr über Humboldt Universität Berlin
Kontakt
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin
DEUTSCHLAND
Tel.
+49 30 2093 0
Fax
+49 30 2093 2770
  • News

    Humboldt-Ranking zeigt die deutschen Top-Adressen für Forscher aus dem Ausland

    Das Humboldt-Ranking zeigt, welche Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei ausländischen Forschern besonders beliebt sind. Ausgewertet wurde die Anzahl der Gastaufenthalte von internationalen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftlern, die in den letzten fünf Jahren als Stipendiaten oder Pr ... mehr

    Neue Materialien für die Photovoltaik

    Das Helmholtz-Zentrum Berlin und das Forschungszentrum Jülich bilden zusammen mit der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der Freien Universität Berlin eine der drei neuen Energie-Allianzen, die von der Helmholtz-Gemeinschaft ins Leben gerufen wurden. Ziel dieser Ene ... mehr

    Wie Plastik durch fremde Moleküle leitfähig wird

    Das Dotieren anorganischer Halbleiter stellt die zentrale Grundlage der modernen Elektronik dar. Dabei werden Halbleitermaterialien, wie beispielsweise Silizium, kontrolliert mit Fremdatomen verunreinigt, wodurch sich die Leitfähigkeit präzise einstellen lässt. Seit einigen Jahren wird die ... mehr

  • Universitäten

    Humboldt-Universität zu Berlin

    Die Humboldt-Universität verkörpert mit ihrer Fächervielfalt in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften, der Mathematik und den Naturwissenschaften, der Humanmedizin sowie den Agrarwissenschaften die universitas litterarum im Zentrum der deutschen Hauptstadt. Vor 200 Jahren als Refo ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.