Um alle Funktionen dieser Seite zu nutzen, aktivieren Sie bitte die Cookies in Ihrem Browser.
my.chemie.de
Mit einem my.chemie.de-Account haben Sie immer alles im Überblick - und können sich Ihre eigene Website und Ihren individuellen Newsletter konfigurieren.
- Meine Merkliste
- Meine gespeicherte Suche
- Meine gespeicherten Themen
- Meine Newsletter
Künstliche Atome aus Bochum: Das "Rauschen" im Atom hat System
02.03.2010: Die Herstellung "künstlicher Atome" aus Indium-Arsenid ist eine Bochumer Spezialität: Sehr rein und präzise gewachsen lassen sie sich maßschneidern und sind damit die ideale Basis für die Untersuchung der Quantenmechanik und ihrer Anwendung, z.B. in künftigen Supercomputern. In der Zeitschrift "Physical Review Letters" beschreiben die Forscher um Prof. Dr. Andreas Wieck (Fakultät für Physik und Astronomie der RUB) jetzt die Entdeckung einer bislang unvermuteten Beziehung zwischen den Elektronen dieser künstlichen Atome, die Rückschlüsse auf die Lebensdauer ihrer Quantenzustände zulässt.
Unvorhergesehene Beziehungen
Die künstlichen Atome, auch "quantum dots" genannt, enthalten einige 10.000 Atome (In und As) und sind um zehn Nanometer klein. "Während einzelne Atome sozusagen naturgegeben sind, können wir diese künstlichen Atome gezielt in ihrer Größe und Zusammensetzung maßschneidern", erklärt Prof. Wieck. Das so genannte Rauschen der in den Atomen enthaltenen Elektronen, das dadurch entsteht, dass sie etwa ihre Anzahl oder ihre Dreh-Richtung (Spin) verändern, wurde bislang als störend angesehen. In einer internationalen Kooperation haben die Bochumer Forscher gemeinsam mit Dr. Scott Crooker (Los Alamos, USA) und das Team von Prof. Dr. Manfred Bayer (TU Dortmund) aber jetzt herausgefunden, dass sich bei hinreichend langer Beobachtungszeit in Magnetfeldern doch eine Beziehung zwischen den vielen Elektronen in diesen künstlichen Atomen feststellen lässt. Diese Beobachtung wurde noch nicht theoretisch vorhergesagt und hängt von der Richtung im Kristall ab: Kristalle haben aufgrund ihrer mikroskopisch regelmäßigen Zusammensetzung ausgezeichnete Richtungen, z.B. entlang der Atomreihen, senkrecht zu ihnen usw.
Lebensdauer der Quantenzustände ist ablesbar
"Diese Beobachtung war nur unter Einsatz riesiger Messdatenmengen möglich, die in Echtzeit verarbeitet werden mussten: Rund ein Terabyte in acht Minuten", beschreibt Prof. Wieck. "Aus den Ergebnissen lassen sich die Lebensdauern der elektronischen Quantenzustände ablesen, die für die Entwicklung von so genannten Quantencomputern sehr wichtig sind."
Originalveröffentlichung: S. A. Crooker, J. Brandt, C. Sandfort, A. Greilich, D. R. Yakovlev, D. Reuter, A. D. Wieck, and M. Bayer: "Spin Noise of Electrons and Holes in Self-Assembled Quantum Dots."; Phys. Rev. Lett. 104, 36601 (2010).
Kontakt / Infos anfordern
Fordern Sie gratis weitere Informationen an:
Merkliste
Hier setzen Sie die nebenstehende News auf Ihre persönliche Merkliste
Zusatzinformationen
- 1Ehemaliges Lufthansa-Gebäude wird zu "LANXESS Tower"
- 2CO2-Projekt von Bayer unter besten Zukunftsideen
- 3Morgendliches „Zähneputzen“ mit Gift
- 4Wacker ernennt neuen Vertriebspartner in Russland für Polymerprodukte für die Bauindustrie
- 5Auch saubere Kohleverbrennung beeinflusst das Klima
- 6Wie Plastik durch fremde Moleküle leitfähig wird
- 7Grundsteinlegung für neue Oxea-Carbonsäurenanlage in Oberhausen
- 8BASF Venture Capital investiert 5 Millionen US-Dollar in das US-Unternehmen Solidia Technologies
- 9Forscherteam gelingt entscheidender Schritt für die regenerative Wasserstoffherstellung
- 10Katja Stolle übernimmt analytica Projektleitung
- 1Chemie-Arbeitgeber fordern längere Arbeitszeit
- 2Forscherteam gelingt entscheidender Schritt für die regenerative Wasserstoffherstellung
- 3Hier gibt es die „Top Jobs“ der Chemiebranche
- 4Zweistufiges Chemie-Tarifpaket für 25 Monate:
- 5Ehemaliges Lufthansa-Gebäude wird zu "LANXESS Tower"
- 6Chemie-Gewerkschaft rüstet sich für kräftige Lohnforderung
- 7Die flüssigste Flüssigkeit des Universums
- 8Morgendliches „Zähneputzen“ mit Gift
- 9AkzoNobel wählt Tebodin für Umbau der Chlorfabrik in Frankfurt
- 10Schärfer als Heisenberg erlaubt
- 1Zweistufiges Chemie-Tarifpaket für 25 Monate:
- 2Aktuelle Gehaltsdaten in Chemie und Pharma auf einen Blick
- 3Chemie-Arbeitgeber fordern längere Arbeitszeit
- 4Forscherteam gelingt entscheidender Schritt für die regenerative Wasserstoffherstellung
- 5Chemie-Gewerkschaft will mehr Geld
- 6Hier gibt es die „Top Jobs“ der Chemiebranche
- 7Nanokristalle lassen Zahnersatz blitzen
- 8Ehemaliges Lufthansa-Gebäude wird zu "LANXESS Tower"
- 9Chemie-Gewerkschaft rüstet sich für kräftige Lohnforderung
- 10Wasserstoffgewinnung dank «künstlicher Photosynthese»
- GEA steigert EBIT-Marge in 2011 deutlich
- Lignin als nachwachsender Rohstoff für Elektronikbauteile
- Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber
- Neue Kooperation zwischen Brenntag GmbH und Colonial Chemical, Inc.
- Schaumschlägerei: Synthese von makroporösem Polystyrol durch Polymerisation geschäumter Emulsionen
- Gemeinsam Fließen statt einsam Hüpfen - Neutronen untermauern neue Theorie über Bewegung in der Zellmembran -
- Kollisionen mit unerreichter Energie dank Technologie aus dem Paul Scherrer Institut aufgezeichnet -
- Messflüge in den arktischen Polarwirbel - - Jülich koordiniert internationale Kampagne zur Prognose des Ozonabbaus
- Neuer Vorstand bei DEKRA -
- Linde will nach Krisenjahr wieder zulegen -
