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02.03.2010: Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) GmbH hat den Mainzer Kernchemiker Frank Rösch mit dem Erfinderpreis 2010 ausgezeichnet. Rösch erhält den Preis für ein Verfahren zur einfachen und effektiven Herstellung von Gallium-68, das in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt wird. Damit können unter anderem neuroendokrine Tumoren wesentlich besser und früher als bisher erkannt werden. Der Preis wurde bei einer Feierstunde in Mainz durch den rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Hendrik Hering übergeben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.
Die PET bietet große Chancen, um gestörte Stoffwechselvorgänge, wie sie typischerweise bei Tumorerkrankungen auftreten, frühzeitig sichtbar zu machen. Dabei kommen moderne Radiopharmaka zum Einsatz. Diese Radiopharmaka sind allerdings meistens mit radioaktiven Nukliden markiert, die nur extrem aufwendig und sehr kostenintensiv an wenigen Orten in Deutschland hergestellt werden können, die über ein entsprechendes Großgerät, das Zyklotron, verfügen. Univ.-Prof. Dr. Frank Rösch vom Institut für Kernchemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat nun ein Verfahren entwickelt, um Gallium-Radionuklide von handelsüblichen Radionuklidgeneratoren auf einfache und kostengünstige Weise aufzureinigen. Deren Einsatz wird damit in jeder nuklearmedizinischen Praxis möglich.
Ein zentrales Anwendungsgebiet für mit Gallium-68 markierte Radiopharmaka ist derzeit die Diagnostik neuroendokriner Tumorzellen, wie sie im Magen-Darm-Trakt, in der Lunge und der Bauchspeicheldrüse, aber auch als Metastasen im Knochengewebe auftreten können. Dabei zeigen sich die mit Gallium-68 markierten Verbindungen in der PET-Darstellung den bisherigen Verfahren weit überlegen. Es ist unter anderem auch Röschs Erfindung zu verdanken, dass sich die Gallium-68-Variante mittlerweile als neuer Standard etabliert hat und weltweit bei mehreren tausend Patientenstudien eingesetzt wird. Eine Reihe weiterer Studien soll zeigen, ob Gallium-68-Radiopharmaka auch bei der Diagnose anderer Tumorerkrankungen hilfreich sind.
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Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist es gelungen, in die Struktur von Heusler-Materialien vorzudringen und das Verhalten der Elektronen zu beobachten. Sie verwenden dazu eine besondere Form der Photoelektronenspektroskopie, die es möglich macht, viel tiefer al ... mehr
Im Wandel hin zu einer strukturierten und profilierten Großuniversität sieht die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ihre Aufgabe und Chance im Wettbewerb sowohl um die besten Forschenden, Lehrenden und Studierenden als auch um die knapper werdenden Finanzmittel. Hierzu hat die Universität ... mehr