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05.03.2010: Die deutsche chemische Industrie hat auch im vierten Quartal 2009 ihren Erholungskurs fortgesetzt. Das geht aus dem Lagebericht des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) hervor. Durch die wachsende Nachfrage aus allen Regionen der Welt nach deutschen Chemieerzeugnissen stieg die Produktion gegenüber dem Vorquartal weiter an. Das machte sich auch in der Kapazitätsauslastung der Anlagen bemerkbar, die zum Jahresende auf 77,9 Prozent stieg. Trotz des stabilen Aufwärtstrends in den letzten Monaten lag das Produktionsniveau der Branche im Gesamtjahr 2009 gut 10 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Zur konjunkturellen Entwicklung der Branche erklärte VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann: „In den kommenden Monaten wird die Nachfrage aus Asien, Südamerika und Osteuropa nach deutschen Chemikalien weiter anziehen. Der Export stützt die Aufwärtsbewegung im Chemiegeschäft. Dennoch werden die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Von der EU - dem mit Abstand wichtigsten Exportmarkt für unsere Branche - ist 2010 nur eine geringe Dynamik für die Produktion von Chemikalien zu erwarten.“

Der VCI geht von einer Erholung der Chemiekonjunktur in kleinen Schritten aus. Wegen des Basiseffektes rechnet der VCI für 2010 trotzdem mit einem Anstieg der Chemieproduktion gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent. Der Umsatz dürfte um 6 Prozent zulegen.

Produktion: Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Produktion chemischer Erzeugnisse im vierten Quartal 2009 um 5,3 Prozent. Zwar konnten alle Sparten vom Aufwärtstrend profitieren, besonders deutlich fiel aber der Zuwachs in den Grundstoffsparten aus. Insgesamt ist die Chemie immer noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt.

Erzeugerpreise: Die Preise für chemische Erzeugnisse erhielten weiter Auftrieb. Sie erhöhten sich im Zeitraum Oktober bis Dezember 2009 gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent. Damit waren sie allerdings immer noch 2,9 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Umsatz: Die deutschen Chemieunternehmen erzielten im letzten Quartal des vergangenen Jahres einen Umsatz von 36,5 Milliarden Euro. Damit wuchs der Branchenumsatz gegenüber dem dritten Quartal 2009 um 4,2 Prozent. Impulse kamen insbesondere von den Auslandsmärkten. Mit insgesamt 21,5 Milliarden Euro lag das Geschäft mit ausländischen Kunden rund 4,5 Prozent über dem Vorquartal. Der Inlandsumsatz stieg um 2,8 Prozent auf 15,0 Milliarden Euro.

Beschäftigung: Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist das Beschäftigungsniveau der deutschen chemischen Industrie weitgehend stabil. Der Beschäftigungsrückgang gegenüber dem Vorjahr fällt mit 2,4 Prozent nur halb so stark aus wie in der Industrie insgesamt.

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