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22.03.2010: Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2009 mit
ihrem Turnaround-Programm entscheidende Fortschritte auf dem Weg zu
Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Erlösverbesserung erzielt. So legte
der Auftragseingang 2009 währungsbereinigt um 2,9 Prozent auf 1.978,3
Mio. EUR zu, der Auftragsbestand stieg währungsbereinigt um 9,2 Prozent
auf den Rekordwert von 440,1 Mio. EUR. Beim Umsatz erreichte Dräger mit
1.911,1 Mio. EUR nahezu den Vorjahreswert (währungsbereinigt: -0,2
Prozent). Das Konzern-EBIT betrug 80,1 Mio. EUR (2008: 105,8 Mio. EUR),
der Jahresüberschuss 32,5 Mio. EUR (2008: 49,4 Mio. EUR). „2009 war für
Dräger ein entscheidendes Jahr, ein Jahr der Wende. Eine Wende, die
dringend notwendig war“, erläutert Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der
Drägerwerk Verwaltungs AG.
Turnaround
Die Einsparungen aus dem Turnaround-Programm waren 2009 mit rund 64
Mio. EUR deutlich höher als geplant. Nach Abzug der
Implementierungskosten in Höhe von 18,5 Mio. EUR lagen sie bei rund 45
Mio. EUR und damit rund 20 Mio. EUR über der letzten Schätzung aus dem
dritten Quartal 2009. Die nachhaltige Kostensenkung betrifft vor allem den
Einkauf (Preissenkungen bei Produktionsmaterial und Dienstleistungen), die
Reise- und Telekommunikationskosten, die Marketing- und Vertriebskosten
sowie die Logistikkosten. Zusätzlich wurden die Service- und
Entwicklungsprozesse effizienter gestaltet. Für 2010 strebt Dräger gegenüber
der Umsatz- und Kostenstruktur und den Währungsrelationen im Jahr 2008
und unter Annahme einer erfolgreichen Fortführung des Turnaround-
Programms einen positiven Effekt von etwa 80 Mio. EUR an, bei weiteren
Implementierungskosten von rund 10 Mio. EUR. Ab 2011 soll gegenüber
2008 ein positiver Effekt von 100 Mio. EUR jährlich erreicht werden. Stefan
Dräger: „Mit dem Programm haben wir begonnen, unsere Gewinnschwelle nachhaltig zu senken und flexibler zu werden, während wir zugleich
unverändert stark in Forschung und Entwicklung investieren.“
Unternehmensbereich Medizintechnik
Im Geschäftsjahr 2009 lag der weltweite Auftragseingang des
Unternehmensbereichs Medizintechnik mit 1.339,6 Mio. EUR
währungsbereinigt um 5,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Durch den
starken Auftragseingang zum Jahresende stieg der Auftragsbestand auf
einen Rekordwert von 300,5 Mio. EUR (31.12.2008: 219,8 Mio. EUR). Viele
Bestellungen konnten 2009 nicht mehr ausgeliefert werden, weshalb sich der
Umsatz währungsbereinigt lediglich um 2,0 Prozent auf 1.261,5 Mio. EUR
verbesserte (2008: 1.243,8 Mio. EUR). Das EBIT wuchs um 1,6 Prozent auf
76,7 Mio. EUR. Der Return on Capital Employed (ROCE) stieg auf 14,1
Prozent (2008: 11,8 Prozent).
Unternehmensbereich Sicherheitstechnik
Der Auftragseingang des Unternehmensbereichs Sicherheitstechnik sank
währungsbereinigt um 1,7 Prozent auf 665,9 Mio. EUR, der Auftragsbestand
um 23,7 Prozent auf 140,7 Mio. EUR. Mit 676,9 Mio. EUR lag der Umsatz
währungsbereinigt weltweit 4,0 Prozent unter Vorjahr. Vor allem durch eine
Wertberichtigung auf Tieftauchsysteme in Höhe von 30 Mio. EUR reduzierten
sich das EBIT um 50,5 Prozent auf 30,2 Mio. EUR und der ROCE auf 15,9
Prozent (2008: 27,3 Prozent).
Finanz- und Vermögenslage
Die Vermögenslage des Dräger-Konzerns war 2009 vor allem geprägt vom
Turnaround-Programm und dem Rückkauf des Siemens-Anteils an der
Dräger Medical AG & Co. KG. Unterstützt durch Maßnahmen des
Turnaround-Programms verringerte sich das Capital Employed zum 31.
Dezember 2009 um 25,9 Prozent auf 709,1 Mio. EUR (2008: 956,8 Mio.
EUR). Gründe hierfür waren geringere Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, Vorräte und sonstige Vermögenswerte. Der Cashflow aus
betrieblicher Tätigkeit entwickelte sich entsprechend positiv und betrug 2009
193,5 Mio. EUR (2008: 104,7 Mio. EUR). Die Bilanzierung des
Anteilrückkaufs von Siemens führte zu höheren immateriellen Vermögenswerten und gleichzeitig zu einem niedrigeren Eigenkapital, das
sich somit 2009 auf 393,8 Mio. EUR (2008: 553,8 Mio. EUR) und eine
Eigenkapitalquote von 20,9 Prozent (2008: 33,5 Prozent) verringerte. Zur
Stärkung des Eigenkapitals plant Dräger, zu einem geeigneten Zeitpunkt und
in einer geeigneten Struktur eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Die
Familienaktionäre haben zugesagt, sich an einer solchen Maßnahme zu
beteiligen.
Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Dräger im Konzern ein
Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Gestützt auf
einen größeren Anteil neuer Produkte geht Dräger für das Geschäftsjahr
2010 - unter der Annahme einer stetigen positiven Entwicklung der für Dräger
relevanten Märkte, einer erfolgreichen Fortsetzung des Turnaround-
Programms und vor Effekten aus der Transaktion mit Siemens - von einer
Steigerung der Konzern-EBIT-Marge auf 5 bis 6 Prozent (2009: 4,2 Prozent)
aus. Mittelfristig sind ein mindestens marktkonformes Umsatzwachstum und
eine EBIT-Marge im Konzern von etwa 10 Prozent geplant.
Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2009 mit
ihrem Turnaround-Programm entscheidende Fortschritte auf dem Weg zu
Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Erlösverbesserung erzielt. So legte
der Auftragseingang 2009 währungsbereinigt um 2,9 Prozent auf 1.978,3
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Dräger ist ein international führender Konzern der Medizin- und Sicherheitstechnik. Seit 1889 entwickeln wir bei Dräger zukunftsweisende Geräte und Lösungen, denen Menschen auf der ganzen Welt vertrauen. Wo immer Dräger-Produkte zum Einsatz kommen, geht es um das Wichtigste: Es geht um das ... mehr