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Sechs Prozent mehr: IG BCE präsentiert Forderungen für Chemiebranche

13.04.2018

(dpa) In der anstehenden Tarifrunde für die 580.000 Beschäftigten der deutschen Chemie- und Pharmabranche fordert die Gewerkschaft IG BCE einen kräftigen Aufschlag. Sie verlangt sechs Prozent mehr Gehalt sowie ein Plus beim Urlaubsgeld. Zudem gehören strukturelle Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen zu dem Paket, das die IG BCE am Donnerstag in Hannover vorlegte. Verhandlungsführer Ralf Sikorski verwies auf die «hervorragende wirtschaftliche Lage» der deutschen Schlüsselbranche und nannte die Forderungen angemessen.

Die Arbeitgeber dagegen hielten der IG BCE mangelnde «Bodenhaftung» vor. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC), Klaus-Peter Stiller, betonte: «Sechs Prozent mehr Entgelt und ein Prozent on top für mehr Urlaubsgeld - das ist mit uns nicht zu machen.» In der Chemie verdiene ein Tarifmitarbeiter in Vollzeit schon heute im Schnitt mehr als 59.000 Euro im Jahr.

Neben der sechsprozentigen Entgelterhöhung bei einer Laufzeit von 12 Monaten fordert die IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) eine Anhebung des Urlaubsgelds von derzeit 20,45 Euro auf 40 Euro pro Urlaubstag für Vollzeitbeschäftigte. Für Auszubildende soll dieses von heute 449,94 Euro auf 900 Euro jährlich steigen. Zudem sollen Beschäftigte unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensphasen ihren Einsatz im Berufsleben stärker mitentscheiden können.

Mitte Juni wird die Bundestarifkommission die endgültigen Forderungen beschließen, am 20. Juni beginnen die Tarifgespräche in den regionalen Tarifbereichen. Im September stehen Verhandlungen auf Bundesebene an.

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