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Sartorius wächst weiter zweistellig

Wachstumsdynamik der Laborsparte durch schwächere Nachfrage aus Europa beeinflusst

24.10.2018

Mit zweistelligen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn hat Sartorius seinen Wachstumskurs fortgesetzt.

„Sartorius hat in den ersten neun Monaten 2018 ein sehr gutes organisches Wachstum erzielt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Joachim Kreuzburg. „Das gilt insbesondere für die Bioprozess-Sparte, die über alle Produktkategorien und in allen Regionen dynamisch zulegen konnte. In der Laborsparte verlief das Wachstum im dritten Quartal aufgrund einer schwächeren Nachfrage aus Europa unter unseren Erwartungen. Auf Konzernebene wird dieser Effekt jedoch durch die starke Entwicklung im Bioprozess-Geschäft weitgehend kompensiert, sodass wir unsere ambitionierte Gesamtjahresprognose unverändert bestätigen.“

Geschäftsentwicklung im Sartorius Konzern

In den ersten neun Monaten 2018 erhöhte Sartorius seinen Umsatz wechselkursbereinigt um 13,4% auf 1.153,7 Mio. Euro (nominal: 10,9%). Der Großteil des Wachstums wurde organisch erzielt, während Akquisitionen knapp 1,5 Prozentpunkte beitrugen. Der Auftragseingang nahm im selben Zeitraum mit einem Plus von 13,3% auf 1.215,2 Mio. Euro ebenfalls deutlich zu.

Geografisch betrachtet trugen alle Regionen zum Wachstum des Konzerns bei. Insbesondere in Amerika stiegen die Erlöse mit einem Zuwachs von 20,1% auf 387,9 Mio. Euro deutlich gegenüber einer moderaten Vorjahresbasis, und auch die Region Asien|Pazifik legte trotz der starken Entwicklung im Vorjahr mit einem Umsatzwachstum von 13,4% auf 281,7 Mio. Euro erneut zweistellig zu. Die Region EMEA verbuchte einen soliden Anstieg von 8,6% auf 484,1 Mio. Euro (alle Wachstumsraten zu den Regionen und zum Auftragseingang wechselkursbereinigt).

Der Sartorius Konzern steigerte auch sein Ergebnis der ersten neun Monate 2018 deutlich. So erhöhte sich das operative EBITDA überproportional zum Umsatz um 15,0% und erreichte 294,2 Mio. Euro, die entsprechende EBITDA-Marge lag bei 25,5% nach 24,6% im Vorjahreszeitraum. Der maßgebliche Konzernnettogewinn legte signifikant um 21,8% auf 126,3 Mio. Euro zu; der Gewinn je Stammaktie betrug 1,84 Euro (Vorperiode 1,51 Euro) bzw. je Vorzugsaktie 1,85 Euro (Vorperiode 1,52 Euro).

Zentrale Bilanz- und Finanzkennziffern des Konzerns lagen weiter auf einem robusten Niveau. So belief sich die Eigenkapitalquote zum Ende des Berichtszeitraums auf 35,6% und der dynamische Verschuldungsgrad auf 2,4 (35,1% bzw. 2,5 zum 31.12.2017). Die Investitionsquote lag mit 13,0% etwas unter dem Vorjahreswert von 13,6%. Schwerpunkte der Investitionstätigkeiten waren unverändert der Ausbau des Werks in Puerto Rico, in dem Filter und Einwegbeutel hergestellt werden, sowie die Zusammenführung und Erweiterung der Konzernzentrale und Produktionskapazitäten in Göttingen.

Geschäftsentwicklung der Sparten

Die Sparte Bioprocess Solutions, die eine breite Palette innovativer Technologien für die Herstellung von Biopharmazeutika anbietet, legte in den ersten neun Monaten 2018 bei Umsatz und Gewinn zweistellig zu. Nach der vergleichsweise moderaten Entwicklung im Vorjahr zog die Wachstumsdynamik in der Berichtsperiode deutlich an. Der Spartenumsatz stieg wechselkursbereinigt um 14,8% auf 843,0 Mio. Euro (nominal 12,2%) und wurde durch eine starke Nachfrage nach Equipment und Einwegtechnologien getragen. Der Umsatzanstieg wurde fast vollständig organisch erzielt, während der Einbezug des im April 2017 akquirierten Unternehmens Umetrics etwa einen halben Prozentpunkt nicht-organisches Wachstum beitrug. Der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von wechselkursbereinigt 15,0% auf 901,8 Mio. Euro ebenfalls sehr dynamisch.

Der operative Ertrag der Sparte erhöhte sich trotz negativer Wechselkurseffekte aufgrund von Skalen- und Produktmixeffekten überproportional zum Umsatz um 16,5% auf 239,1 Mio. Euro. Die entsprechende Marge stieg deutlich auf 28,4% gegenüber 27,3% in der Vorperiode.

Die Sparte Lab Products & Services, die Technologien für Labore vor allem der Pharmabranche und Life-Science-Forschung anbietet, verzeichnete nach dem hohen Wachstum im Vorjahreszeitraum einen Umsatzanstieg von wechselkursbereinigt 9,7% auf 310,7 Mio. Euro (nominal 7,4%). Nach einem guten ersten Halbjahr wurde die Entwicklung im dritten Quartal durch eine schwächere Nachfrage aus Europa gedämpft. Die im März 2017 abgeschlossene Akquisition des Zellanalyse-Spezialisten Essen BioScience steuerte im Rahmen der Erwartungen einen nicht-organischen Wachstumsbeitrag von knapp 3,5 Prozentpunkten bei. Der Auftragseingang wuchs wechselkursbereinigt um 8,7% auf 313,4 Mio. Euro.

Der operative Ertrag der Sparte stieg um 9,0% auf 55,0 Mio. Euro; die Ertragsmarge erhöhte sich trotz ungünstiger Währungseinflüsse aufgrund von Volumen- und Produktmixeffekten leicht von 17,5% auf 17,7%.

Konzernprognose bestätigt, Spartenprognosen angepasst

Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2018 bestätigt die Unternehmensleitung ihre zum Halbjahr deutlich erhöhten Erwartungen für das Umsatzwachstum im Konzern von etwa 12% bis 15%. Die operative Ertragsmarge soll im Vergleich zum Vorjahreswert von 25,1% unverändert um etwa 0,5 Prozentpunkte zulegen.

Für die Sparte Bioprocess Solutions wird auf Basis der dynamischen Entwicklung in der Berichtsperiode mit einem Umsatzanstieg im oberen Bereich der zur Jahresmitte erhöhten Bandbreite von etwa 12% bis 15% gerechnet. Hierin enthalten ist ein nicht-organischer Wachstumsbeitrag von etwas weniger als 0,5 Prozentpunkten. Die operative Ertragsmarge soll gegenüber dem Vorjahreswert von 28,0% weiter um etwa einen halben Prozentpunkt steigen.

Für die Sparte Lab Products & Services reduziert die Unternehmensleitung aufgrund der schwächeren Nachfrageentwicklung in Europa die Wachstumserwartungen auf 8% bis 10% (bisher etwa 12% bis 15%). Der nicht-organische Wachstumsbeitrag des seit März 2017 einbezogenen Unternehmens Essen BioScience dürfte sich wie erwartet auf gut 2,5 Prozentpunkte belaufen. Die operative Ertragsmarge soll weiter steigen, gerechnet wird nun aufgrund des geringeren Umsatzwachstums jedoch mit einer Erhöhung um etwa einen halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 18,0% (bisher um einen Prozentpunkt).Alle Zahlen zur Prognose sind auf Basis konstanter Währungsrelationen angegeben. Davon können die in tatsächlichen Währungskursen berichteten Ergebnisse aufgrund der Entwicklung der Wechselkurse abweichen.

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