Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Evonik erwirbt PeroxyChem für 625 Millionen US-Dollar

08.11.2018

Die Evonik Industries AG hat mit One Equity Partners einen Vertrag zur Übernahme des amerikanischen Unternehmens PeroxyChem für 625 Millionen US-Dollar unterzeichnet. PeroxyChem ist ein Hersteller von Wasserstoffperoxid (H2O2) sowie Peressigsäure (PAA) und verfügt dabei über eine gute Positionierung in margenstarken Spezialanwendungen.

„PeroxyChem stärkt hervorragend unser Wachstumssegment Resource Efficiency“, sagt Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstands von Evonik. „Wir erweitern damit unser Portfolio an umweltfreundlichen und wachstumsstarken Spezialanwendungen. Zudem erhalten wir ein attraktives Geschäft, das sich durch überdurchschnittliches Wachstum, niedrige Kapitalintensität und geringe zyklische Schwankungen auszeichnet.“

„Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Evonik unser erfolgreiches Geschäft noch besser entwickeln zu können. Durch die Ergänzung der beiden Geschäfte eröffnen wir unseren Kunden und Mitarbeitern neue und attraktive Wachstumsmöglichkeiten“, sagt Bruce Lerner, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender von PeroxyChem.

Der Markt für H2O2 und PAA zeichnet sich durch das breite Anwendungsspektrum aus und weist insbesondere im Bereich der Spezialanwendungen ein überdurchschnittliches Wachstum von etwa 6 Prozent pro Jahr auf. Das H2O2- und PAA-Geschäft von PeroxyChem ist auf Endanwendungen im Umweltbereich, der Lebensmittelverarbeitung sowie der Elektronikindustrie ausgerichtet, die sich durch eine geringe Zyklizität auszeichnen. Etwa drei Viertel seines Ergebnisses erzielt das US-Unternehmen bereits heute mit Spezialanwendungen in diesen Segmenten.

„Das Unternehmen ist hochprofitabel. Die EBITDA-Marge liegt mit etwa 20 Prozent konstant über dem heutigen Niveau des Evonik-Konzerns“, sagt Ute Wolf, Finanzvorstand von Evonik. „Als wachstumsstarkes und stabiles Finanzierungsgeschäft liefert es außerdem einen attraktiven Free Cashflow.“

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet PeroxyChem einen Umsatz von etwa 300 Millionen US Dollar und ein bereinigtes EBITDA von rund 60 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer attraktiven EBITDA-Marge von etwa 20 Prozent. Durch die gute Ergänzung der beiden globalen Geschäftsfelder rechnet Evonik mit Synergien in Höhe von 20 Millionen US-Dollar – vor allem in der Produktion und Logistik sowie durch die Erweiterung der Produktportfolios und durch neue Technologien. Diese sollen bis zum Jahr 2022 voll realisiert werden.

Der Kaufpreis (Enterprise Value) liegt inklusive Synergien bei dem 7,8-fachen des jährlichen bereinigten EBITDA, vor Synergien beim 10,4-fachen. Die Transaktion soll Mitte 2019 abgeschlossen werden und steht unter dem üblichen Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden.

Der Zukauf wird sich für Evonik voraussichtlich bereits im ersten vollen Jahr nach Closing positiv auf das bereinigte Ergebnis je Aktie und den Free Cashflow auswirken. Die Finanzierung der Transaktion ist durch unternehmenseigene Mittel und fest zugesagte Kreditlinien gesichert.

PeroxyChem ist in Philadelphia, Pennsylvania, ansässig und beschäftigt weltweit etwa 600 Mitarbeiter. Die acht Produktionsstandorte liegen überwiegend in Nordamerika sowie in Deutschland, Spanien und Thailand.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Evonik
  • News

    Evonik bleibt auf Übernahmetour

    (dpa-AFX) Der Spezialchemiekonzern Evonik will weiter zukaufen. "Wir haben eine Liste von rund 100 Unternehmen, die für uns interessant sind. Wo sich Möglichkeiten ergeben, prüfen wir die", sagte Vorstandschef Christian Kullmann dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). Eine Großfusion mit ei ... mehr

    Evonik profitiert von guter Nachfrage

    (dpa-AFX) Höhere Verkaufspreise haben dem Spezialchemiekonzern Evonik im dritten Quartal Rückenwind beschert. Vor allem die Nachfrage nach Leichtbaumaterialien und Lacken sowie nach Zusätzen für die Tierfutterindustrie trieb dabei an. Der Gegenwind etwa durch höhere Transportkosten wegen de ... mehr

    Evonik schließt Verkauf des US-Standorts Jayhawk ab

    Evonik hat den nächsten Schritt in der konsequenten Ausrichtung auf Spezialchemie zurückgelegt und den Verkauf seines US-Standort Jayhawk in Galena, Kansas, abgeschlossen. Von der internationalen Beteiligungsgesellschaft Permira beratene Fonds haben den Standort für einen Kaufpreis im hohen ... mehr

  • Firmen

    Evonik Industries AG

    Die Infracor GmbH – eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Evonik Industries AG – ist Betreiber des Chemieparks Marl und Dienstleister für die dort ansässigen Gesellschaften sowie für Unternehmen außerhalb des Chemieparks. Als integraler Standortbetreiber und Komplettdienstleister erfü ... mehr

    Evonik Industries AG

    Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Der Fokus auf attraktive Geschäfte der Spezialchemie, kundennahe Innovationskraft und eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte Unternehmenskultur stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Sie sind die Hebel fü ... mehr

    Evonik Technology & Infrastructure GmbH

    Die Analytik von Evonik ist Teil der Einheit Technology & Infrastructure. Wir verstehen uns als Ihr Problemlöser für Fragestellungen aus den Bereichen der Pharmaindustrie und Spezialchemie. Die Umsetzung der Analysen erfolgt je nach Aufgabenstellung an unseren Laborstandorten in Darmstadt, ... mehr

  • q&more Artikel

    Blick aufs Ganze

    Die Richtlinien der „guten Herstellungspraxis“ (Good Manufacturing Practice, GMP) sind heutzutage die Basis für jegliche Produktion und Vermarktung von pharmazeutischen ­Wirkstoffen (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs) und Arzneimitteln. Umfangreiche ­Qualitätsmanagementsysteme dokumen ... mehr

  • Autoren

    Dr. Franz Rudolf Kunz

    Franz Rudolf Kunz, geb. 1958, absolvierte Diplom-Chemiestudium und Promotion an der Universität des Saarlandes (Saarbrücken) in den Fachbereichen Chemie bzw. Pharmazie und biologische Chemie. 1988 trat er in die analytische Abteilung der Forschung Organische Chemie der damaligen Degussa AG ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.