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Solides Wachstum: Ceresana untersucht den Weltmarkt für Stabilisatoren

22.03.2019

Stabilisatoren sind Chemikalien, die für viele Kunststoff- und Gummi-Produkte gebraucht werden. Sie ermöglichen eine sichere Herstellung und Verarbeitung; sie schützen Kunststoffe und Elastomere gegen schädliche Wirkungen von Hitze, UV-Licht oder Sauerstoff. Das Marktforschungsinstitut Ceresana hat bereits zum vierten Mal den Weltmarkt für diese unverzichtbaren Additive untersucht. „Der Stabilisatoren-Umsatz wird bis zum Jahr 2025 voraussichtlich ein Volumen von 5,5 Milliarden US-Dollar erreichen“, erläutert Oliver Kutsch, der Geschäftsführer von Ceresana.

Andere Länder, andere Stabilisatoren

Stabilisatoren basieren meist auf Blei, Zinn oder Calcium. Im Detail betrachtet werden in der aktuellen Studie von Ceresana auch flüssige Metallseifen und sonstige Produkte. Die zunehmende Verdrängung von Blei- durch Calcium- oder Zinn-basierte Stabilisatoren sorgt für eine Verschiebung der Marktanteile einzelner Produktklassen. Für den weltweiten Verbrauch von Calcium-basierten Stabilisatoren erwartet Ceresana ein Wachstum von 3,9 % pro Jahr. Der Verbrauch von Zinn-Stabilisatoren wird im Jahr 2025 voraussichtlich weltweit bei rund 231.000 Tonnen liegen. In der Europäischen Union sind bleihaltige Stabilisatoren mittlerweile vollständig vom Markt verschwunden. Aber auch in anderen Regionen kann eine erhöhte Nachfrage für alternative, umweltverträglichere Produkte verzeichnet werden. In Europa sind Calcium-basierte Stabilisatoren der mit Abstand meist nachgefragte Typ. In Nordamerika hingegen werden am häufigsten Zinn-Stabilisatoren eingesetzt. Insgesamt ist die Region Asien-Pazifik mit einem Mengenanteil von rund 57 % der größte Markt für Stabilisatoren, gefolgt von West- und Osteuropa.

Stabilisatoren für verschiedene Anwendungen

Weltweit ist das bedeutendste Anwendungsgebiet von Stabilisatoren die Kunststoff-Industrie, insbesondere die Herstellung und Verarbeitung von PVC. Bei der Herstellung von Kunststoffrohren werden momentan am meisten Stabilisatoren eingesetzt: rund 375.000 Tonnen im Jahr 2017. Dahinter lag an zweiter Stelle die Herstellung von Profilen, gefolgt von Kabeln, Folien und Bodenbelägen. Der Absatz dieser Produkte ist in großem Maße von der Baubranche abhängig. Somit ist die Entwicklung der Bauindustrie von zentraler Bedeutung für die Nachfrage nach Stabilisatoren. Zum Beispiel führt wachsendes Umweltbewusstsein weltweit zu dem vermehrten Einsatz von energieeffizienten Kunststoffprofilen, was wiederum die Nachfrage nach Stabilisatoren seitens dieser Branche steigen lässt. Bis zum Jahr 2025 erwartet Ceresana in dem Segment Profile eine jährliche Wachstumsrate von 2,6 %. In West- und Osteuropa dominiert die Anwendung Profile den Gesamtmarkt; in Asien werden Stabilisatoren vor allem für Rohre gebraucht.

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