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Chemietarife werden verhandelt - Ringen um mehr Geld
19.04.2010: (dpa) Die Gewerkschaft will mehr Geld, die Unternehmen blocken ab: Die an diesem Dienstag (20. April) in Würzburg beginnenden Tarifverhandlungen auf Bundesebene für die Beschäftigten der Chemieindustrie könnten sich hinziehen. Schon bei den regionalen Verhandlungen haben die Arbeitgeber signalisiert: Entgeltsteigerungen sind nicht drin.
Traditionell beginnen die Tarifverhandlungen in der viertgrößten deutschen Industriebranche in allen elf Regionen, zu Ende gebracht werden sie regelmäßig mit bundesweiten Abschlüssen.
«Wir werden versuchen, da am 20./21. April einen Abschluss zu erreichen», sagte der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft IG BCE, Peter Hausmann, der Nachrichtenagentur dpa. «Wir sind da optimistisch.» Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) reagiert weiter abweisend auf die Forderungen. Ein Abschluss für die bundesweit etwa 550.000 Beschäftigten in 1.900 Betrieben soll bis zum Mittwoch (21. April) stehen.
Wie bei früheren Tarifrunden werden die Arbeitnehmervertreter ohne eine Prozentzahl zu den Entgeltsteigerungen in die Debatte gehen - genauso wie die IG Metall bei ihren Verhandlungen wenige Wochen zuvor. «Wir wollen Beschäftigungssicherung, wir wollen Perspektiven für junge Menschen», nannte Hausmann zwei weitere Forderungen.
Der Vertrag sollte nach Vorstellung der Gewerkschaft wegen der konjunkturellen Unsicherheiten eine Laufzeit von maximal zwölf Monaten haben. Dann seien genauere Prognosen über die Wirtschaftsentwicklung und damit konkretere Verhandlungen möglich, sagte Hausmann.
Die Chemie-Tarifrunden waren früher meist ohne große Konflikte über die Bühne gegangen, aber die Krise hat Teile der chemischen Industrie hart getroffen. Im Tarifabschluss 2008 hatten sich die Parteien auf 4,4 Prozent mehr Geld für eine Laufzeit von 13 Monaten plus eine Einmahlzahlung sowie eine weitere Erhöhung 2009 um 3,3 Prozent geeinigt.
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